Zum Raum wird hier der Klang

«Deep Field» und «Böse Geister» – Düsseldorf und Mannheim zeigen neue Werke von Adriana Hölszky

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Bernd Alois Zimmermanns «Soldaten» markieren eine kopernikanische Wende in der Operngeschichte. Die dort erstmals verwirklichte Vorstellung von der Kugel­gestalt, «zu der sich die Zeit biegt» – in Zimmermanns Worten «der Gedanke von der Einheit der Zeit als Einheit von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft» –, hat das Musiktheater nachhaltig verändert.

Das Bewusstsein, dass die Zeit ein Integral des Raumes ist, verbindet etwa Nonos «Al gran sole carico d’amore» und «Prometeo» mit Stockhausens «Licht»-Zyklus oder Lachenmanns «Mädchen mit den Schwefelhölzern» mit Mark Andres jüngst uraufgeführtem «wunderzaichen».

Diesem Projekt der Moderne hat sich Adriana Hölszky seit ihrer ersten Oper «Bremer Freiheit» mit allen weiteren Musiktheaterwerken in einer sehr persönlichen Klangsprache verschrieben. Ihre beiden jüngsten Kompositionen, das für den Düsseldorfer Choreografen Martin Schläpfer geschriebene Ballett «Deep Field» und die vom Mannheimer Intendanten Klaus-Peter Kehr in Auftrag gegebene Oper «Böse Geister», sind Raumklangkompositionen, die die Bühne und das Auditorium, ganz im Sinne Zimmermanns, in einen rotierenden Raum verwandeln. Hölszkys Theater ist ein akustisches Universum aus ...

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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von Uwe Schweikert

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Die Details kann ich natürlich noch nicht...

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Haben Sie sich die Zeit nach Ihrer Intendanz so vorgestellt?
Nee. Jedenfalls nicht so arbeitsreich. Ich hatte schon gehofft, etwas mehr Freizeit zu haben und das Zuhause genießen zu können. Ich bin fast genauso viel auf Reisen wie zu Sängerzeiten.

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Ja, das stimmt wohl. Aber wenn man im Alter noch so gefragt ist, ist das schon...

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