Ich bin keine Sparintendantin
Frau Meyer, im Herbst 2015 wird das Haus am Offenbachplatz wiedereröffnet. Dann gibt es auch einen neuen Generalmusikdirektor – François-Xavier Roth, derzeit noch beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, wird Nachfolger von Markus Stenz. Oper war bisher nicht Roths Schwerpunkt. Was haben Sie miteinander vor?
Die Details kann ich natürlich noch nicht verraten. Vorerst nur so viel: Herr Roth wird 2015/16 zwei von acht Premieren übernehmen, in seiner zweiten Spielzeit kommt noch eine Wiederaufnahme dazu.
Und der Chef dirigiert dann auch alle Vorstellungen der jeweiligen Produktion?
Ja, wir finden es wichtig, dass alle Vorstellungen in einer Hand liegen, möglichst auch bei einer Wiederaufnahme von dem dirigiert werden, der die Produktion von Anfang an betreut hat – das schafft nicht nur Kontinuität und Vertrauen, sondern sichert auch ein gleichbleibend hohes Niveau.
Wer entscheidet künftig über die Besetzung? Wer über die Gastdirigenten?
Ganz einfach. Das Gürzenich-Orchester ist eine eigenständige Institution, mit einem großen, eigenen Konzertprogramm, aber es bespielt auch die Oper Köln. Das Letztentscheidungsrecht über die Auswahl der Gastdirigenten und der Solisten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Wiebke Roloff & Albrecht Thiemann
Am Ende steht ein roter Punkt. Er prangt auf einem überdimensionalen Schwarzweißfoto, das die tote Mimì zeigt. Schon drängen sich die Atelier-Besucher um das Bild der Toten. Das Sterben als Attraktion, als Kunstwerk, als Ware. Tod geht immer gut. Eine sichere Nummer auf jeder Vernissage. Das Bild der Hingegangenen mit rotem Punkt – schon verkauft.
Andrea Moses hat...
Der Letzte macht das Licht aus. Er hat es ja auch angemacht. In der Staatsoper Hannover dreht Leporello Glühbirnen in die kleinen Leuchten am Rampenrand, ehe das Spiel beginnt. Und am Ende werden sie wieder eingesammelt. Dazwischen gibt es ein erstaunliches Spiel mit Licht und Schatten, mit Erwartungen und Enthaltungen.
Was man allerdings nicht zu sehen bekommt, ist...
Adriana Hölszky zählt heute zu den innovativsten, profiliertesten Komponistinnen der Gegenwart – umso mehr, als sie sich, anders als so manche prominenten Zeitgenossen, nicht vom Projekt der Moderne verabschiedet hat. Aus Anlass ihres 60. Geburtstags sind 2013 zwei Veröffentlichungen erschienen, die Annäherungen an die gleichermaßen komplexen wie weitverzweigten...
