Wolkenkuckucksheim
In seiner Klage über das Fehlen von komischen Opern sagt Peter Cornelius, die Deutschen hätten zwar ihre Tragiker gehabt, aber ein Aristophanes sei noch nicht da gewesen. Es ist zweifelhaft, ob Walter Braunfels rund fünfzig Jahre später das auch von Friedrich Nietzsche herbeigesehnte aristophanische Gelächter im Sinn hatte, ob er also mit seiner Vertonung der «Vögel» nach dem Hauptwerk des griechischen Komödiendichters den Deutschen wirklich die Buffo-Oper schenken wollte.
Wohl eher ein Nachspiel zu den «Meistersingern», lernt Braunfels doch wie Walter von Stolzing von Fink und Meisen die Meisterweisen, kürt gar den Konrad Nachtigall zur Hauptfigur seiner Oper.
Während man sich in Deutschland und der Schweiz schon länger mit Braunfels-Ausgrabungen beschäftigt, hat das rührige Teatro Lirico von Cagliari nach Webers «Euryanthe», Marschners «Hans Heiling», Wagners «Feen» und Strauss’ «Ägyptischer Helena» nun als erstes Haus in Italien zu den «Vögeln» gegriffen und dem romantisch-fantastischen Stück um menschliche Hybris und die Notwendigkeit metaphysischer Versicherung zu erstaunlichem Erfolg verholfen. Man wird sich hier kaum Gedanken machen darüber, ob das «Liebwerte Freunde» des ...
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Der Dichter war hingerissen. «Am Neujahrsabend hat mir Glucks ‹Iphigena auf Tauris› einen unendlichen Genuss verschafft, noch nie hat eine Musik mich so rein und schön bewegt als diese, es ist eine Welt der Harmonie, die gerade zur Seele dringt und in süßer, hoher Wehmut auflöst.» So Friedrich Schiller anno 1801. Nun weiß man, Schiller war ein Idealist. Doch...
Frau Valayre, bevor Sie Sängerin geworden sind, haben Sie Anglo-Amerikanisitk studiert und an einer Dissertation über die amerikanische Filmkomödie gearbeitet. Haben Sie die fertiggestellt?
Ja, sicher. 250 Seiten! Über den Einfluss der amerikanischen Leinwandheldinnen auf die amerikanischen Frauen zwischen 1930 und 1955.
Also Schauspielerinnen wie Katharine Hepburn.
J...
