Wo die Liebe hinfällt

Eine lohnenswerte Wiederentdeckung: «Omphale» von Jean-Baptiste Cardonne

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Für das stetig anwachsende Interesse an der französischen Oper des 18. Jahrhunderts gibt es zahlreiche und vielfältige Gründe. Einer der wichtigsten ist wohl das Engagement des Centre de musique baroque de Versailles, das nicht nur exzellente Editionen bisher kaum beachteter Bühnenwerke herausgibt, sondern ganz bewusst auch Aufnahmen dieser Raritäten initiiert und (finanziell wie inhaltlich) unterstützt.

Zu den jüngsten Entdeckungen dieser bedeutenden Institution gehört die weithin unbekannte Tragédie en musique «Omphale» des 1730 geborenen Jean-Baptiste Cardonne.

Auch der Name des Schöpfers wird vielen Musikliebhabern kaum vertraut sein. Der Sohn eines Beamten am französischen Hof war ein musikalisches Wunderkind und erstaunte schon als Jugendlicher mit Werken von beachtlicher Qualität. Nach einer Karriere bei Hof wandte er sich der Opernkomposition zu, seine Lebensspuren verlieren sich in den 1790er-Jahren in den Wirren der jungen Republik. Cardonne komponierte «Omphale» im Alter von 38 Jahren, uraufgeführt wurde das Werk 1769 in Paris, an der Acadé-mie Royale de Musique, und zwar mit den besten Kräften des Hauses. Warum «Omphale» der verdiente Erfolg verwehrt blieb, darüber ...

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Opernwelt April 2026
Rubrik: Medien, Seite 34
von Thomas Seedorf

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