Wissen ist Macht

Am Landestheater Niederbayern mit seinen Spielstätten in Passau, Landshut und Straubing haben sie immer schon groß gedacht: Jetzt wird dort erstmals Wagners «Ring» geschmiedet

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Als ob sie sich nicht längst Muskeln antrainiert hätten. Mit «Aida» zum Beispiel, mit «Tristan», mit dem noch laufenden Belcanto-Zyklus oder mit einem «Rosenkavalier», in dem sich Juliane Banse als Marschallin ausprobierte. Groß denken, das ist für das Landestheater Niederbayern mit seinen Spielstätten Landshut, Passau und Straubing nicht Ausnahme-, sondern eher Normalfall. Ein risikolustiges Team um Stefan Tilch hat sich da gefunden. Der Intendant wurde schließlich durch ein XXL-Theater sozialisiert – als langjähriger Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper.

Doch jetzt kommt’s zum Äußersten, zu Wagners «Ring», dem ersten in Niederbayern, wie das Dreistädtehaus selbstironisch ankündigt. In korrekter Stück-Reihenfolge, auf vier Spielzeiten gestreckt, natürlich mit Gästen und teilweise im Exil. Am Giga-Projekt ist nämlich auch das Wetter schuld. 2013 musste nach dem Isar-Hochwasser das Landshuter Theater zur Sanierung geschlossen werden. Das Zelt am Rande des Zentrums bietet einen größeren Rahmen. Und in Passau, wo mit dem Fürstbischöflichen Opernhaus eigentlich eines der schönsten Theater Bayerns steht, weicht Tilch mit Wagner gleich in die Dreiländerhalle aus. «Es geht bei ...

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Opernwelt Juni 2019
Rubrik: Magazin, Seite 65
von Markus Thiel

Vergriffen
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