Wissen ist Macht
Als ob sie sich nicht längst Muskeln antrainiert hätten. Mit «Aida» zum Beispiel, mit «Tristan», mit dem noch laufenden Belcanto-Zyklus oder mit einem «Rosenkavalier», in dem sich Juliane Banse als Marschallin ausprobierte. Groß denken, das ist für das Landestheater Niederbayern mit seinen Spielstätten Landshut, Passau und Straubing nicht Ausnahme-, sondern eher Normalfall. Ein risikolustiges Team um Stefan Tilch hat sich da gefunden. Der Intendant wurde schließlich durch ein XXL-Theater sozialisiert – als langjähriger Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper.
Doch jetzt kommt’s zum Äußersten, zu Wagners «Ring», dem ersten in Niederbayern, wie das Dreistädtehaus selbstironisch ankündigt. In korrekter Stück-Reihenfolge, auf vier Spielzeiten gestreckt, natürlich mit Gästen und teilweise im Exil. Am Giga-Projekt ist nämlich auch das Wetter schuld. 2013 musste nach dem Isar-Hochwasser das Landshuter Theater zur Sanierung geschlossen werden. Das Zelt am Rande des Zentrums bietet einen größeren Rahmen. Und in Passau, wo mit dem Fürstbischöflichen Opernhaus eigentlich eines der schönsten Theater Bayerns steht, weicht Tilch mit Wagner gleich in die Dreiländerhalle aus. «Es geht bei ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
alpha
23.06. – 20.15 Uhr
Offenbach: «Les contes d’Hoffmann»
Bayerische Staatsoper (2014)
ML: Carydis, I: Jones, S: Damrau, Villazón, Conners, Relyea, Brower, von der Damerau, Reß, Power, Stephinger
arte
02.06. – 17.40 Uhr
Werke von Monteverdi, Malvezzi, Gagliano, Caccini
Aus dem Spiegelsaal von Schloss Versailles
ML: Pichon, S: Desandre, Zaïcik, Richardot, Gonzalez...
Ein Raum, karg möbliert: Tisch, Stuhl, Fenster. Die Szenerie wirkt (alb-)traumhaft, als zögen sich imaginäre Nebelschleier durch das Zimmer. Der Blick durchs Fenster hinaus ins Freie offenbart einen Feldweg, der in einem schaurigen nächtlichen Wald verschwindet. Nichts erscheint fest und sicher, alles steht auf schwankendem Grund. Und das ist ja auch die...
Seit dieser Spielzeit ist Heribert Germeshausen Intendant der Dortmunder Oper – ein neugieriger Theatermann, der schon in Heidelberg gezeigt hat, wie moderne Oper in Repertoire und Publikumsansprache funktionieren (und überleben) kann. Auch in Dortmund traut er sich was und holt jetzt – als deutsche Erstaufführung – mit Luca Francesconis anspruchsvollem...
