«Wir müssen es neu denken»
Herr Shchetynsky, was ist «ukrainische Musik»?
Man könnte sagen, dass ukrainische Musik eine Art riesiges Auffanglager der Weltkulturen ist. Die heutige ukrainische Musik umfasst alle Genres – Musiktheater, symphonische Werke, aber auch Kammermusik und Solokompositionen. Ich spreche jetzt nur von der zeitgenössischen klassischen Musik. Auf diesem Gebiet arbeite ich professionell.
Wie entstand die ukrainische Musik?
Wie auch die gesamte ukrainische Kultur entwickelte sich die ukrainische Musik im Schnittpunkt der verschiedenen Einflüsse.
Grundlegenden Einfluss nahm die christlich-orthodoxe Kultur, denn die Ukraine ist zum großen Teil ein orthodoxes Land. Aber auch der katholische Einfluss ist sehr wichtig. Er kam aus Polen; die Ukraine und Polen standen immer in reger Verbindung. Und dann gibt es da noch einen Einfluss, über den gewöhnlich wenig gesprochen wird und der sich Impulsen aus der muslimischen Kultur, zumal in der Türkei verdankt. Wir wissen von Verbindungen zwischen Türken und Kosaken, die weit in die Vergangenheit reichen. Diese Beziehungen waren durchaus nicht immer friedlich, sondern – ganz im Gegenteil – häufig kämpferischer Natur. Die Kosaken gerieten in ...
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Opernwelt Februar 2023
Rubrik: Interview, Seite 58
von Alexej Parin
Da können Männer noch so werben,
Es gibt da eine, die nicht will,
Rächt ihre «Oma»: «Time to kill!»
Nach Rätseln müssen alle sterben.
Da kommt ein Prinz mitsamt Souffleusen
Und denkt sich: «Oh, die ist auf Zack!»
Doch «die», die wehrt sich, was für’n Kack:
«Der Dings, auch der soll Rätsel lösen!»
Der Prinz, total verliebt («Oh Gott!» –
Denkt Principessa...
Uraufführungen gehören an der Oper Erfurt zum guten Ton. 20 in Auftrag gegebene und dort erstmalig aufgeführte Novitäten seit Bezug des Neubaus 2003 bilden eine beachtliche Bilanz für ein Haus dieser Größe.
In der aktuellen Spielzeit unter dem Delphi-Motto «Erkenne dich selbst» wird nun ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte des modernen Griechenlands aufgeschlagen....
Die Szene kennt man so auch aus Barrie Koskys wegweisender Inszenierung von Wagners «Meistersingern» bei den Bayreuther Festspielen. Hermann Levi, der jüdische Uraufführungsdirigent des «Parsifal», wird vom Hofstaat des Komponisten gedemütigt: «Das Esszimmer der Wagners verzerrte sich in seinen Umrissen immer mehr und mehr zur bizarren Karikatur der Perspektiven...
