Wer weiß, wie das wird

Philippe Jordan wechselt 2020 an die Wiener Staatsoper; unklar ist, ob Bogdan Roščić das Haus dann führt

Opernwelt - Logo

In der Gerüchteküche wirken kaum Chefs de cuisine – umso mehr Hobbyköche. Und die köcheln an der Donau wieder mal mit großem Eifer. Denn die Universität Wien beschäftigt sich zur Zeit mit Vorwürfen gegen den designierten Direktor der Wiener Staatsoper (ab 2020) Bogdan Roščić, dieser habe in seiner Dissertation ohne Quellenangabe abgekupfert. Im Herbst soll entschieden werden, ob ihm der Doktortitel aberkannt wird. Dies würde wohl bedeuten, dass Roščić seinem Job am Opernring bereits los ist, bevor er ihn angetreten hat. Was wiederum manche Spekulation nach sich zieht.

Zumal Roščić erst kürzlich bekannt gab, dass Philippe Jordan ihm in Wien als Musikdirektor zur Seite stehen und deshalb seinen Chefposten an der Pariser Oper ein Jahr früher als vorgesehen aufgeben werde. Der Zürcher soll «als Mitglied der Direktion den gesamten musikalischen Bereich des Hauses leiten und strukturell mitgestalten», heißt es in einer Aussendung der Staatsoper. Auch würde er wohl an den intensiven Medienaktivitäten der Philharmoniker teilhaben. Jordan hat sich an der Donau als Chefdirigent der Wiener Symphoniker seit 2014/15 und davor auch mit Premierendirigaten an der Staatsoper in der Ära Holender – ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Magazin, Seite 115
von Gerhard Persché

Weitere Beiträge
In weiter Ferne, so nah

Nur zehn Kilometer trennen die Festivals Mörbisch und St. Margarethen voneinander. Und doch liegen Welten zwischen ihnen. Nicht, weil die 6000-Plätze-Tribüne von Mörbisch direkt am Ufer des Neusiedler Sees liegt, während in St. Margarethen ein seit Römerzeiten genutzter Steinbruch die spektakuläre Kulisse für bis zu 4670 Zuschauer pro Abend bildet, sondern weil...

Gegenwart der Vergangenheit

Sie haben beide Operngeschichte geschrieben, und beide sind in ihrem Wirken eng mit der Hamburgischen Staatsoper verbunden: Melitta Muszely, Walter Felsensteins legendäre Violetta (Hamburg 1960), und der im Verdi- und Richard-Strauss-Fach weltweit gefeierte Bariton Franz Grundheber. Er begeht am 27. September seinen 80., sie am 13. September ihren 90. Geburtstag.

...

Mummenschanz

Eines war von vornherein klar: Hier gilt’s dem Gaudium. Hier ist nichts ernst zu nehmen, wenn ein Stoffesel, mit zwei Menschen befüllt, im Kaiserhof des Klosterneuburger Stifts seine Runden trabt. Das 20-jährige Jubiläum der sommerlichen Opernspiele sollte ordentlich gefeiert werden, am besten mit einer handfesten Komödie, noch besser mit einer, die zum...