«Der Vogelhändler». Foto: Jerzy Bin
In weiter Ferne, so nah
Nur zehn Kilometer trennen die Festivals Mörbisch und St. Margarethen voneinander. Und doch liegen Welten zwischen ihnen. Nicht, weil die 6000-Plätze-Tribüne von Mörbisch direkt am Ufer des Neusiedler Sees liegt, während in St. Margarethen ein seit Römerzeiten genutzter Steinbruch die spektakuläre Kulisse für bis zu 4670 Zuschauer pro Abend bildet, sondern weil hier im Burgenland, südöstlich von Wien, zwei unterschiedliche Genres geboten werden. Zum einen Operette, zum anderen Oper.
Durch die räumliche Nähe und die parallel getakteten Spielzeiten im Sommer drängt sich der direkte Vergleich einer Freilufttauglichkeit der beiden Spielarten des Musiktheaters auf – und er fällt 2017 zugunsten der Leichten Muse aus.
Philippe Arlaud ist eigentlich eine gute Wahl für «Rigoletto» in St. Margarethen. Weil der in Personalunion als Bühnenbildner, Regisseur und Lichtdesigner auftretende Franzose keine Angst vor der großen Geste hat. Er möbliert den Steinbruch mit riesenhaften geometrischen Objekten, bewegt die Massen zwischen Türmen, Treppen und Kuben choreografisch ansprechend, lässt suggestiv-surreale Projektionen über die Felswände gleiten, die durchaus als Emotionsverstärker dessen ...
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Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Im Focus, Seite 46
von Frederik Hanssen
JUBILARE
Der gebürtige Thüringer Wolf Dieter Hauschild studierte ab 1954 in Weimar Klavier und Komposition sowie Dirigieren bei Hermann Abendroth und Gerhard Pflüger, darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Hermann Scherchen und Sergiu Celibidache. Nach Abschluss des Studiums ging Hauschild 1959 zunächst als Korrepetitor ans Nationaltheater Weimar. Vier Jahre...
Auch im Bereich des Musiktheaters haben die Feiern zu 100 Jahren Unabhängigkeit in Finnland ihren Niederschlag gefunden. Thematisch passend, gab es beim Opernsommer in Kokkola die finnische Erstaufführung von Giacomo Meyerbeers «L’étoile du nord» (Der Nordstern). Die Sopranistin Anu Komsi, Leiterin der Kompanie, war durch Veijo Murtomäki, Professor für...
Fotografie bedeutet für Bernd Uhlig vor allem: Kampf mit dem Rechteck. «Das ist die Form, mit der ich seit Urzeiten arbeite und die ich ständig neu auszureizen versuche», sagt er. Das ist eine unendliche Geschichte: alle Spielräume zu nutzen, die Begrenzung zu sprengen – ich glaube, wenn mir dazu nichts mehr einfällt, ist es vorbei.» Bernd Uhlig, geboren 1951 in...
