Was uns die Liebe erzählt
Der Dichter spricht: «Come to me in my dreams, and then by day I shall be well again, for then the night will more than pay the hopeless longings of the day.» Mit diesen so zärtlichen wie erschütternden Versen suchte Matthew Arnold (1822–1888) all jenen Menschen, die das Liebste verloren haben, zur Seite zu stehen, sie zu trösten mit der Idee, dass der Abschied nicht endgültig und der geliebte Mensch womöglich existent und fähig sei, in Träumen zu erscheinen, um Kraft zu spenden.
Benjamin Brittens Lehrer Frank Bridge vertonte das Gedicht überaus einfühlsam, und genau so singt es Jodie Devos: wunderbar innig und sensibel.
Das Lied gibt den Tonfall vor für ihr neues Album «And Love Said …», das so grundverschieden ist von ihrer Debüt-CD mit Musik Offenbachs. War diese der vokalen Pyrotechnik gewidmet und gleichfalls der humorvollen Leichtigkeit, so geht die junge Belgierin nun nach innen, findet den rechten, ergreifenden Ton für diese ausdrucksreichen, manchmal hoffnungsvollen, indes oft melancholischen und angesichts einer scheinbaren Unveränderlichkeit bitter-trotzigen Lieder. Wobei Devos nicht rührt, sondern berührt, also sich nicht mit dem Lyrischen Ich direkt identifiziert, ...
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Opernwelt Mai 2021
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 34
von Gerhard Persché
Klangforscherin
Modern, unkonventionell und elegant: So urteilte «Le Figaro» über die filigrane Arbeit der französischen Dirigentin Laurence Equilbey anlässlich eines Konzerts in Paris. Dahinter verbergen sich der Wille zur Präzision und der Wunsch, den Dingen auf den Grund zu gehen, um ihre wahre und authentische Gestalt zu erkunden. Ein Gespräch
Seelensucher
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