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Performative Energien

Ein Multitalent? Es ist anzunehmen. Sirje Aleksandra Viise, die in den USA und in Berlin studierte und sich danach auf die zeitgenössische Musik und Kunst stürzte, ist nicht nur eine Expertin für besondere Klangwelten, sie liebt auch das Experimentelle an sich. Ihre Abende sind mehr als nur reine Aufführungen, sie sind vor allem eindrucksvolle Statements. Zeit für ein Gespräch

Poetische Neigungen

Ihre Heimat? Schwer zu sagen.

Mit 15 Jahren kam Katharina Konradi, vermutlich mit Versen ihres berühmten Landsmannes Tschingis Aitmatow auf den Lippen, nach Deutschland. Und hier hat sie von Morgana bis Marzelline, von Susanna bis Sophie, schon einige lyrische Sopranrollen glanzvoll gestaltet. Ihre heimliche Liebe aber gilt dem  Lied. Warum das so ist, wird sie uns erzählen 

Polens Stolz

Was war dieser Mann nicht alles! Pianist, Komponist, Freiheitskämpfer, schließlich sogar Ministerpräsident seines Landes. Die Bühnen Halle (Saale) haben nun Ignacy Jan Paderewskis lyrisches Drama «Manru» aus der Mottenkiste geholt und präsentieren dieses schillernde, 1901 in Dresden aus der Taufe gehobene Werk. Wir schauen zu

Philosophie in Tönen

Seine Neigung zu bedeutender ...

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Opernwelt April 2022
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

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Bedeutungsschwangerschaftsstatik

Luis de Pablo – im Januar 1930 in Bilbao geboren, am 10. Oktober 2021 in Madrid gestorben – konnte die Uraufführung seiner letzten Oper nicht mehr miterleben. Das Libretto von de Pablos Musiktheater «El Abrecartas» (»Der Brieföffner«), das heuer am Teatro Madrid aus der Taufe gehoben wurde, fußt auf einem Buch von Vicente Molina Foix aus dem Jahr 2006. Doch in der...

Schuld und Sühne

Über Auschwitz schreiben? Eigentlich erscheint dies, und das beileibe nicht nur Adornos vielbemühten (und vieldeutigen) Verdikts wegen, als ein Ding der Unmöglichkeit. Wie soll oder kann man ein Grauen in Worte fassen, das bis heute sprachlos macht? Und darf man dieses sprachlos Machende überhaupt in ästhetische Formen gießen? Liest man die romanhaften Reflexionen...

Schafe satt

Der Zeitzeuge zeigte sich beeindruckt: «Der erste Akt beginnt mit dem Erscheinen Auroras. Das ist das womöglich blühendste, wollüstigste Stück Musik, das ich bisher in der Oper gehört habe» – das schreibt Jacques Cazotte im Uraufführungsjahr 1753 von Mondonvilles pastorale héroïque «Titon et l’Aurore».

Große Instrumental- oder Chorbilder waren, neben einer...