WAS KOMMT ... im Mai 2022

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Performative Energien

Ein Multitalent? Es ist anzunehmen. Sirje Aleksandra Viise, die in den USA und in Berlin studierte und sich danach auf die zeitgenössische Musik und Kunst stürzte, ist nicht nur eine Expertin für besondere Klangwelten, sie liebt auch das Experimentelle an sich. Ihre Abende sind mehr als nur reine Aufführungen, sie sind vor allem eindrucksvolle Statements. Zeit für ein Gespräch

Poetische Neigungen

Ihre Heimat? Schwer zu sagen.

Mit 15 Jahren kam Katharina Konradi, vermutlich mit Versen ihres berühmten Landsmannes Tschingis Aitmatow auf den Lippen, nach Deutschland. Und hier hat sie von Morgana bis Marzelline, von Susanna bis Sophie, schon einige lyrische Sopranrollen glanzvoll gestaltet. Ihre heimliche Liebe aber gilt dem  Lied. Warum das so ist, wird sie uns erzählen 

Polens Stolz

Was war dieser Mann nicht alles! Pianist, Komponist, Freiheitskämpfer, schließlich sogar Ministerpräsident seines Landes. Die Bühnen Halle (Saale) haben nun Ignacy Jan Paderewskis lyrisches Drama «Manru» aus der Mottenkiste geholt und präsentieren dieses schillernde, 1901 in Dresden aus der Taufe gehobene Werk. Wir schauen zu

Philosophie in Tönen

Seine Neigung zu bedeutender ...

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Opernwelt April 2022
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

Weitere Beiträge
CD des Monats: Fantastisch komisch

In der Querelle des Bouffons Anfang der 1750er-Jahre, so erzählt es jedes Musikgeschichtsbuch, standen die Vertreter der höfischen Tragédie lyrique hinter ihrer Führungsfigur Jean-Philippe Rameau unversöhnlich den Verfechtern einer progressiven, von italienischen Intermezzi inspirierten komischen Oper entgegen. Doch Geschichte zwingt besonders kluge Menschen...

Ins Lyrische entschwebt

Schon das Vorspiel erzählt das ganze, traurig aktuelle Drama. Im doppelten, dann sogar dreifachen Pianissimo der gedämpften Violinen schwebt das ätherische Liebesmotiv der Aida aus dem Graben hoch hinauf in die Ränge der Semperoper: ein metrisch instabiles, unendlich einsames und beinahe körperloses Sehnen und Hoffen, fragil und vergeblich wie die Utopie einer...

Begehrliche Blicke

Dirigent Stefano Montanaro hält die Trompete zurück zu Beginn der Ouvertüre, lässt sie das Fluchmotiv zaghaft austasten, um das Crescendo dann umso heftiger aufzupeitschen. Der Vorhang öffnet sich auf ein tableau vivant: Caravaggios «Martyrium des Heiligen Matthäus», jedoch mit veränderter Besetzung. Den Soldat, der zum tödlichen Streich ausholt, maskiert ein...