Was kommt 5/26
Komplexität
Leicht hat sie es sich und anderen eigentlich nie gemacht. Kunst, das war und ist für Andrea Breth stets mehr gewesen als ein ästhetisches Vergnügen. Kunst bedeutet die Auseinandersetzung mit der Psyche der Figuren, die darin vorkommen, mit ihren tiefliegenden Wünschen und Ängsten. Allein deswegen ist es interessant zu sehen, was die Regisseurin nun mit der Prinzessin aus Eis anstellt. An der Oper Frankfurt inszeniert Andrea Breth Puccinis «Turandot».
Wir sind dabei
Intensität
Die musikalische Begabung lag bei ihr in der Wiege: der Vater Posaunist, Komponist und Dirigent, die Mutter Musikverlegerin und Fagottistin. Also tat Andrea Tarrodi das, was nahelag: Sie studierte Komposition, bei Pär Lindgren, Jesper Nordin und Marie Samuelson. Sie war die erste schwedische Tonsetzerin, von der ein Werk bei den Proms aufgeführt wurde, und sie hat ein Faible für die Oper. «Homo oeconomicus» ist, als Auftragswerk der Staatsoper Hannover, bereits ihr sechstes Bühnenwerk, zu dem Helena Röhr das Libretto verfasste. Wir fahren hin
Kontinuität
Der Mann steht für Treue. Fast auf jedem Posten, den er während seiner langen Karriere bekleidete, blieb Donald Runnicles dann auch mehrere ...
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Opernwelt Mai 2026
Rubrik: Impressum, Seite 96
von
Als der Würfel gefallen war, hatte er keine Wahl mehr. Alle Türen zu, keine Optionen, nirgends. Und wer weiß, ob nicht Markus Hinterhäuser in diesem Moment, als ihm klar wurde, dass er nicht länger Intendant der Salzburger Festspiele bleiben würde, Wotans Satz in den Sinn gelangte: «Nur eines noch will ich – das Ende.» Andere wiederum, die dem gestürzten König von...
Leise rieselt der Schwan. Natürlich nicht der ganze, das wäre doch ein bisschen zu viel des Gefieders. Um das mit satten Klängen und bass erstaunten Ausrufen beschworene «Wunder» in ein triftiges Bild zu fassen, genügen einzelne Federn des sagenumwobenen Tiers, die nun von der Decke des Festspielhauses in Baden-Baden sanft in den Saal hinabschweben, derweil der...
Der Etat gäbe es her. Kelch, Speer, etwas rote Farbe für die Wunde, all das könnte sich das Landestheater Niederbayern schon leisten – auch wenn man naturgemäß klamm ist. Allein: Nichts davon ist zu sehen in diesem «Parsifal». Als Amfortas am Altar steht und das verdeckende Tuch wegzieht, ist da: nichts. So entzückt die Ritter auch die Leerstelle betrachten und ihr...
