Was einer auf dem Kerbholz hat

Britische Psychogramme: Das Theater Luzern zeigt Mono-Opern von Peter Maxwell Davies und Bushra El-Turk, Biel-Solothurn gräbt William Balfes «Falstaff» aus

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Die drei hier besprochenen Werke können insofern mit einer Klammer umspannt werden, als alle Partituren aus Großbritannien stammen. Jedenfalls wenn man Irland dazuzählt, das, als der Komponist, Geiger und Bariton Michael William Balfe am 15. Mai 1808 in Dublin geboren wurde, noch britisch war. Ein Brite ist auch Peter Maxwell Davies (1934–2016), sowie Bushra El-Turk, Tochter libanesischer Eltern, die 1982 in London zur Welt kam.

Die Opern stammen aus drei Jahrhunderten: «Falstaff» von Balfe aus dem Jahr 1838 (seitdem ist das Stück weitgehend in Vergessenheit geraten), Maxwell Davies’ «Eight Songs for a Mad King» wurde 1969 uraufgeführt und ist mittlerweile etabliert als eminentes Stück des 20. Jahrhunderts, das jüngste schließlich, «Mein Name ist der Fluch. Medea-Monolog», ist ein Auftragswerk des Theaters Luzern. Der Stoff zu dieser Uraufführung ist nicht neu; Medea zählt zu den zentralen Figuren der griechischen Mythologie und hat, wie der Falstaff, prototypische Züge.

Mit «Mad King» und dem Medea-Stück bringt das Haus – in Koproduktion mit dem Lucerne Festival – eine höchst spannungsreiche Kombination auf die spröde ausstaffierte Bühne der Box am Theaterplatz. Es sind zwei sehr ...

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Opernwelt November 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von Peter König

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