Parbleu!

Rossini: L’italiana in Algeri am Landestheater Salzburg

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Männer? Nun ja. Die einen sagen, manchmal sogar singend, sie seien unersetzlich. Andere, zu ihnen zählt gefühlt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, hat an dieser These nicht ganz unberechtigte Zweifel. Was wiederum wenig verwundert, wenn man sich allein die vermeintlichen Heroen auf der Opernbühne anschaut, von Händel bis Henze, von Monteverdi (über Mozart) bis Mascagni,

von Vinci bis Verdi.

Auch Gioachino Rossini putzte dem «starken» Geschlecht nur zu gern mal das Gesicht, garnierte dies aber mit einer derart schwindelerregenden Musik, dass man die eklatanten Schwächen augenzwinkernd-leicht übersehen konnte – wenn man denn wollte. Und noch will. Ein Paradebeispiel für virile Fehldis -positionen ist der Bey Mustafa in Rossinis Schlagerstück «L’italiana in Algeri» – ein präpotenter Patriarch, von der eigenen Manneskraft so sehr überzeugt, dass er gar nicht sieht, wie übel ihm mitgespielt wird bei seinem Eroberungsfeldzug in der Causa Isabella. Alexandra Liedtke gibt ihm in ihrer pfiffig-flotten, klugen und detailverliebten Inszenierung am Salzburger Landestheater zwar eine Peitsche in die Hand (und lässt den stimmlich markanten, darstellerisch urkomischen Daniele Macciantelli ...

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Opernwelt November 2026
Rubrik: Panorama, Seite 65
von Jürgen Otten

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