Walhall in der Scheune
Wo kühn Kräfte sich regen ... Vor 377 Millionen Jahren rast ein Meteorit mit 100 000 Stundenkilometern auf die Erde zu, schlägt im weiland noch auf der Südhalbkugel der Erde gelegenen heutigen Mittelschweden ein. Vier Kilometer Durchmesser hatte der Himmelsriese, der Krater, den er hinterlässt, umfasst derer 50. Siljansringen nennen die Schweden diese gigantische Kuhle, idyllische Seen und Flüsse haben sie über Jahrmillionen aufgefüllt. Dichte Nadelwälder zieren die wuchtig aufgewölbten Gebirgswände.
Wo diese spektakulär gen Himmel ragen, zeigt sich die Wirkung besagter Kräfte vollends: Nur wenige Gesteinsschichten sind in der geerdeten Horizontale verblieben, die meisten ragen steil nach oben. Eine Welt aus den Fugen. Ob da die wenig wohlmeinenden Götter ihre Finger im Spiel hatten? Womöglich ein Herr Donner mit gewaltigem Hammer in den Händen?
Wer den in diesem Sommer zum Geopark aufgewerteten Märchenwald um das Flüsschen Styggforsån durchwandert, bedarf nicht des Komponisten blühender Fantasie, um hier sowohl das Personal als auch die Orte von Wagners «Rheingold» zu entdecken. Lugen aus dem Troll-Loch am Rande des Wasserfalls Styggforsån nicht die Zwerge der Nibelungen hervor? ...
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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Peter Krause
Vom Teatro alla Scala gibt es die schönen, noch auf die Zeiten Toscaninis zurückgehenden Plakate mit den dekorativen Lorbeerzweigen und dem roten Kreuz des Mailänder Stadtwappens in der Mitte. Mit dem emblematischen Logo waren bis vor Kurzem auch die Eintrittskarten geschmückt. Sie wurden von Hand eingetütet, per Post verschickt und galten bei den Besuchern als...
Aus Anlass des 100. Geburtstags von Wieland Wagner fand 2017 im Rahmen der Bayreuther Festspiele ein Symposion statt, das Person, Werk und Wirkung des Wagner-Enkels sowie den wesentlich von ihm mitgeprägten Mythos «Neu-Bayreuth» neu und kritisch beleuchten konnte, weil seit 2016 sein persönlicher Nachlass sowie die Dokumente zu seinen Bayreuther Inszenierungen für...
JUBILARE
Adam Fischer studierte Komposition und Dirigieren in seiner Geburtsstadt Budapest sowie bei Hans Swarowsky in Wien. 1973 gewann er den 1. Preis des Cantelli-Wettbewerbs in Mailand und wurde daraufhin als Korrepetitor an die Grazer Oper verpflichtet. Nach Stationen als Erster Kapellmeister in Helsinki, Karlsruhe und München war er GMD in Freiburg...
