Walhall in der Scheune

Der mythische Grund von Wagners «Rheingold» ist in dem schwedischen Dorf  Vattnäs zum Greifen nahe

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Wo kühn Kräfte sich regen ... Vor 377 Millionen Jahren rast ein Meteorit mit 100 000 Stundenkilometern auf die Erde zu, schlägt im weiland noch auf der Südhalbkugel der Erde gelegenen heutigen Mittelschweden ein. Vier Kilometer Durchmesser hatte der Himmelsriese, der Krater, den er hinterlässt, umfasst derer 50. Siljansringen nennen die Schweden diese gigantische Kuhle, idyllische Seen und Flüsse haben sie über Jahrmillionen aufgefüllt. Dichte Nadelwälder zieren die wuchtig aufgewölbten Gebirgswände.

Wo diese spektakulär gen Himmel ragen, zeigt sich die Wirkung besagter Kräfte vollends: Nur wenige Gesteinsschichten sind in der geerdeten Horizontale verblieben, die meisten ragen steil nach oben. Eine Welt aus den Fugen. Ob da die wenig wohlmeinenden Götter ihre Finger im Spiel hatten? Womöglich ein Herr Donner mit gewaltigem Hammer in den Händen?

Wer den in diesem Sommer zum Geopark aufgewerteten Märchenwald um das Flüsschen Styggforsån durchwandert, bedarf nicht des Komponisten blühender Fantasie, um hier sowohl das Personal als auch die Orte von Wagners «Rheingold» zu entdecken. Lugen aus dem Troll-Loch am Rande des Wasserfalls Styggforsån nicht die Zwerge der Nibelungen hervor? ...

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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Peter Krause

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