Personalien | Meldungen September/Oktober 2019
JUBILARE
Adam Fischer studierte Komposition und Dirigieren in seiner Geburtsstadt Budapest sowie bei Hans Swarowsky in Wien. 1973 gewann er den 1. Preis des Cantelli-Wettbewerbs in Mailand und wurde daraufhin als Korrepetitor an die Grazer Oper verpflichtet. Nach Stationen als Erster Kapellmeister in Helsinki, Karlsruhe und München war er GMD in Freiburg (1981-83), Kassel (1987-92), Mannheim (2000-05), danach kehrte er als Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper (2007-10) nach Budapest zurück.
Engagements führten ihn im Laufe seiner Karriere an nahezu alle bedeutenden Opernhäuser weltweit: u. a. an die Mailänder Scala, an die Bayerische Staatsoper, an das Londoner Royal Opera House, an die Opéra national de Paris, an das Opernhaus Zürich und an die New Yorker Metropolitan Opera. Mehrere Jahre war er bei den Bayreuther Festspielen zu Gast; für seine musikalische Leitung des «Ring» wurde er 2002 in der Kritikerumfrage der «Opernwelt» zum Dirigenten des Jahres gewählt. Auf Fischer geht die Gründung zweier internationaler Festivals zurück: Die unter seiner Künstlerischen Leitung stehenden Wagner Tage in Budapest sowie die 1987 gegründeten Haydn Tage in Eisenstadt. Zeitgleich ...
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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Service, Seite 74
von Andrea Kaiser
Mit ihren Opernfestspielen sucht die Bayerische Staatsoper diesmal den Spagat zwischen bewährt-souveränem Handwerk und ergebnisoffenem Experiment. Händels «Agrippina» etwa geht mit enormer Spiellust und virtuoser Verve über die Bühne des Prinzregententheaters. Das Nebenprogramm überrascht mit zeitgenössischem Musiktheater, das in großer stilistischer Vielfalt und...
Auch in Rheinsberg wirbt man wieder mit dem Hinweis, bei diesem Stück handele es sich um Napoleons Lieblingsoper. Das Prädikat ergäbe indes nur Sinn, wenn dem Mann ein gewisses Musikverständnis zugebilligt werden könnte. Doch damit war es nicht weit her – mögen seine Biografen auch Gegenteiliges behaupten. Napoleon pfiff manchmal ein Liedchen, traf aber dabei...
Seit 1975 macht das Festival della Valle d’Itria in der süditalienischen Kleinstadt Martina Franca mit Unbekanntem, Ausgrabungen und ungewöhnlichen Fassungen geläufiger Werke von sich reden. Während das Publikum gerade den Spezialitäten-Zuschnitt des Programms schätzt – selbst aus Asien reisen immer mehr Besucher an –, ist die ideelle wie finanzielle Unterstützung...
