Vorschau und Impressum Opernwelt 9/26
Neugierig
Sein Weg hätte auch ganz anders aussehen können. In Yale studierte Ted Huffman einige Jahre lang Geisteswissenschaften, bevor er sich dem Musiktheater zuwandte. Längst zählt der Regisseur zu den Großen der Zunft, vor allem seine Arbeiten in Aix-en-Provence wurden zu Recht hochgelobt. Inzwischen ist er dort Intendant, was den Künstler mit Wohnsitz London jedoch nicht davon abhält, weiterhin Opern zu inszenieren und Texte zu schreiben. Ein echter Homme de lettres.
Wir haben ihn zum Gespräch getroffen
Neue Formen
Geboren wurde sie in London, als Tochter libanesischer Eltern. In ihren mehr als 60 Werken thematisiert Bushra El-Turk diese Herkunft sehr offen, zuletzt in ihrem Musiktheater «Woman at Point Zero» auf ein Textbuch der ägyptischen Schriftstellerin Nawal El Saadawi, das beim LOD muziektheater in Gent seine Premiere feierte. Sie verknüpft dabei unterschiedlichste Stile, Traditionen und Techniken. Das Theater Luzern bringt nun ihr neuestes Opus mit dem Titel «Medea» heraus. Wir fahren hin
Neustart
Die Geschichte würde zu einem Roman taugen. Oder noch besser: zur Farce. 14 Jahre konnte die Oper Köln nicht in ihrem Stammhaus spielen, weil die Politik die Sanierung mit ...
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Opernwelt September/Oktober 2026
Rubrik: Impressum, Seite 104
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Zurück vom Ring!», schleudert Hagen am Schluss von Richard Wagners «Götterdämmerung» den Rheintöchtern entgegen, bevor sie ihn mit sich in die Tiefe ziehen. Hagens Warnruf ist zugleich Wagners eigenes Schlusswort am Ende der Tetralogie, sein Fazit nach 16 Stunden Nibelungen-Musikdrama. Und hätte er, wie geplant, sein Bayreuther Festspielhaus tatsächlich nach der...
Barockopern liegen nicht einfach so herum, und nicht jeder findige Geist, der ein Stück in den Archiven entdeckt, kann es mal eben flugs auf irgendeine Bühne bringen. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass ausgerechnet Francesco Cavallis erstes Bühnenwerk «Le nozze di Teti e Peleo» bislang keine szenische Umsetzung erfuhr, obwohl doch die Aufführungsgeschichte...
Der Beginn dieser Oper ist immer wieder von neuem ein Fanal. Nie zuvor hat ein Komponist in nur wenigen Takten so erschreckend genau und plastisch ein gesamtes Szenario umrissen. Giuseppe Verdi lässt seinen «Otello» mit einer musikalischen Explosion beginnen; das Gewitter, das er mit aufsteigenden Chromatiken, Dissonanzen, maximalem Schlagwerkeinsatz beschreibt,...
