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Neugierig
Sein Weg hätte auch ganz anders aussehen können. In Yale studierte Ted Huffman einige Jahre lang Geisteswissenschaften, bevor er sich dem Musiktheater zuwandte. Längst zählt der Regisseur zu den Großen der Zunft, vor allem seine Arbeiten in Aix-en-Provence wurden zu Recht hochgelobt. Inzwischen ist er dort Intendant, was den Künstler mit Wohnsitz London jedoch nicht davon abhält, weiterhin Opern zu inszenieren und Texte zu schreiben. Ein echter Homme de lettres.

Wir haben ihn zum Gespräch getroffen

Neue Formen
Geboren wurde sie in London, als Tochter libanesischer Eltern. In ihren mehr als 60 Werken thematisiert Bushra El-Turk diese Herkunft sehr offen, zuletzt in ihrem Musiktheater «Woman at Point Zero» auf ein Textbuch der ägyptischen Schriftstellerin Nawal El Saadawi, das beim LOD muziektheater in Gent seine Premiere feierte. Sie verknüpft dabei unterschiedlichste Stile, Traditionen und Techniken. Das Theater Luzern bringt nun ihr neuestes Opus mit dem Titel «Medea» heraus. Wir fahren hin

Neustart
Die Geschichte würde zu einem Roman taugen. Oder noch besser: zur Farce. 14 Jahre konnte die Oper Köln nicht in ihrem Stammhaus spielen, weil die Politik die Sanierung mit ...

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Opernwelt September/Oktober 2026
Rubrik: Impressum, Seite 104
von

Weitere Beiträge
Offene Möglichkeiten

Das Motto der zweiten Festival-Ausgabe unter Leitung der Komponistin Silvia Colasanti lautet «Mediterraneo». Gemeint ist damit weniger ein geographischer Raum als vielmehr ein kulturelles Gedächtnis. Die drei Opernproduktionen erzählen nicht vom Vergangenen als Museum, sondern von dessen Ursprung als künstlerischer Möglichkeit. Der Eröffnungsabend verbindet dabei...

Die Gegenwart der Vergangenheit

Neues im Musiktheater ist seltsam auf Vergangenes bezogen: In der Oper werden ja meist historische Stücke aufgeführt. Allerdings wäre es falsch, Oper zu einem Museum zu erklären, denn die Stücke finden ja jetzt statt, werden heute auf Zeitgenossenschaft abgeklopft. Diese paradoxe Verschränkung von Vergangenheit und Gegenwart ist ein Wesenskern der Oper.

Opern sind...

Nackt im Museum

Der US-Schlitten musste sein, im Kofferraum ließen sich schließlich wunderbar Leichen verstauen. Dazu Trenchcoats, Zigarren, Gewehre, wahlweise Messer – einst konnte man das Setting der Händel-Inszenierungen an der Bayerischen Staatsoper mühelos vorhersagen. Auch die Variante B: schräge Kostüme in Netzhaut gefährdenden Farben, eine outrierte Personenführung bis zur...