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Bayreuth in der Krise: Ein schwer verunglückter KI-«Ring» und ein kaum bewältigter «Rienzi» prägen die Jubiläumsspielzeit. Nur Christian Thielemann glänzt

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Zurück vom Ring!», schleudert Hagen am Schluss von Richard Wagners «Götterdämmerung» den Rheintöchtern entgegen, bevor sie ihn mit sich in die Tiefe ziehen. Hagens Warnruf ist zugleich Wagners eigenes Schlusswort am Ende der Tetralogie, sein Fazit nach 16 Stunden Nibelungen-Musikdrama. Und hätte er, wie geplant, sein Bayreuther Festspielhaus tatsächlich nach der Uraufführung des «Rings» 1876 wieder abreißen lassen, wäre seinem imposanten Weltenwerk viel Weh erspart geblieben.

Des Meisters Mahnung ist längst verhallt, nicht nur auf dem Grünen Hügel.

Dort aber wird sie von Zyklus zu Zyklus dringlicher. Hatte Katharina Wagner 2022 mit der «Ring»-Inszenierung von Valentin Schwarz einen abstrusen Volltreffer gelandet, so schmiedete sie mit ihrer diesjährigen Jubiläumsausgabe Publikum und Kritikerzunft zu einer Phalanx gepanzerter Abwehr zusammen. Der R(h)einfall dieser Produktion stand schon am Vorabend des «Rheingolds» so gut wie fest, als die ersten Buhrufe für die Bühnenbehandlung aufbrandeten. Ein Experiment sollte dieser «Ring» sein, exklusiv für das Jahr 2026, mit Hilfe modernster Technik generiert: mit künstlicher Intelligenz. Dazu hatte die Leiterin Marcus Lobbes als «Kurator» – ...

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Opernwelt September/Oktober 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Lotte Thaler

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