Von der Kraft der Oper

Mozart: Così fan tutte am Theater Magdeburg

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Eine Woche, nachdem die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt 44 Prozent der Wählerstimmen erhielt, hat in der Landeshauptstadt Magdeburg Mozarts Buffo-Oper schlechthin «Così fan tutte» Premiere. Alles nur halb so schlimm? Eher eine gute Botschaft: sich das Lachen bloß nicht selbst verbieten. Da kommt ein Stück wie «Così», dessen Premiere Monate vorher, ohne eine Ahnung zukünftiger Wahlergebnisse geplant wurde, doch gerade zur rechten Zeit.

Die Regisseurin Martina Gredler bringt dann auch eine gewitzte Inszenierung auf die Bühne: Über humoristisches Handwerk mit sicherem Gefühl für Timing und das wirkungsvolle Zusammenspiel von Gestik und Mimik verfügt sie. Die Szene, wie sich die beiden neuen Paare nach all dem Hin und Her ihrer Gefühle versichern wollen, gerät zu einer glänzenden Studie. So geht verkrampfte, erst allmählich sich entspannende Kommunikation: Sätze werden genuschelt, Pausen ins Unermessliche gedehnt. Den eigenen Gefühlen mag hier noch keiner trauen. Denen des anderen erst recht niemand. Eine Szene, die ihre Komik gerade aus der zur Schau gestellten Verletzlichkeit bezieht.

Das Menschenexperiment des Zynikers Don Alfonso ...

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Opernwelt November 2026
Rubrik: Panorama, Seite 66
von Clemens Haustein

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