Virtuos changiert

Purcell/Kafka/Zappa: Im Tal der Ahnen
MAINZ | STAATSTHEATER | ALTES POSTLAGER

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Ungewohntes Bild: Quer durch den Zuschauerraum erstreckt sich eine ausgedehnte Sitzmöbellandschaft. Sämtliche Stuhlreihen sind abgebaut, die Besucher dürfen es sich auf ausrangierten Stoffsofas, Ledercouches und kissenbestückten Gartenbänken bequem machen. Um den vorgeschriebenen Mindestabstand zu garantieren, wurde die Zahl der Plätze im Kleinen Haus des Staatstheaters Mainz von 415 auf 110 reduziert. Doch die kreative (auf Absperrbänder verzichtende) Konzeption bewahrt trotz der Hygienemaßnahmen eine intime Atmosphäre.

Kein Wunder, das Interieur stammt ausnahmslos aus den Wohnzimmern der Besucher.

Vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs hatte die Theaterleitung sie aufgerufen, ausgediente Sofas zu spenden und gleich mitzubringen. Die Resonanz war überwältigend. Überhaupt habe das Publikum eine große Sehnsucht nach Wiederbegegnung und analogem Theaterleben, sagt Intendant Markus Müller. Aufgrund der starken Nachfrage ist er zurzeit ständig auf der Suche nach alternativen Spielstätten. Häufig wird an einem Abend an vier verschiedenen Aufführungsorten gleichzeitig gespielt, darunter auch auf dem Vorplatz des Landesmuseums.

Für die erste Musiktheaterpremiere nach Ende des Shutdowns, ...

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Opernwelt August 2020
Rubrik: Focus Spezial Neustart, Seite 19
von Silvia Adler

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