Viel Spreu, zu wenig Weizen

Opern von Rossini, Donizetti, Verdi und Boito auf DVD

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Die Oper auf DVD boomt. Kein Theater, das auf sich hält, will mehr darauf verzichten, die eigenen Produktionen medial zu vermarkten. Denn das bedeutet nicht nur eine zusätz­liche Einnahmequelle, sondern auch erhebliche Eigenwerbung. Künstlerische Erwägungen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Vieles, was auf den Markt kommt, hat allenfalls lokale Bedeutung.
So ein «Simon Boccanegra» aus Bologna, der sich gegen starke frühere Konkurrenz (Abbado, Levine) behaupten muss.

Die In­szenierung Giorgio Galliones erschöpft sich in standardisierten Arrangements, und die sängerischen Leistungen sind lediglich solide, im Falle des Bassisten nicht einmal das. Der junge Dirigent Michele Mariotti versucht starke dramatische Akzente zu setzen, aber ihm fehlt der gerade in dieser Oper so notwendige weite Atem. Sein Dirigat bleibt Stückwerk.
In einer Produktion von «I due Foscari» aus Neapel beschränkt sich der Schweizer Regisseur Werner Düggelin auf ein paar mehr oder weniger simple Tableaus, die den Ablauf der Musik nicht stören. Die musikalischen Leistungen reichen nicht aus, die szenischen Defizite vergessen zu lassen. Nello Santis oft an Routine grenzende Souveränität taugt kaum für ein ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Medien/DVDs, Seite 24
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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Gemischte Gefühle

Wer den neuen, von Santiago Calatrava entworfenen Palau de les Arts in Valencia besucht, sollte sich warm anziehen. Denn man fröstelt schnell in dieser kühlen, mit weißen und blauen Kacheln ausgekleideten Architektur, die weit entfernt vom Stadtzentrum im trockengelegten Flussbett des Turia errichtet wurde. Wie man hört, soll es bei starkem Regen immer noch...

«Dem Scheitern abgerungen»

Der Künstler, schrieb Albert Camus 1942, sei der absurde Mensch par excellence. Obwohl er weiß, dass seine Schöpfungsakte die Unvernunft der Welt nicht ändern, dass seine Werke nur Bilder liefern können von einem Leben, das keinen festen Grund mehr kennt, macht er weiter. Er pfeift auf Gott, bietet dem flatterhaften, grausam kalten Schicksal lächelnd die Stirn,...

«Eigentlich bin ich schüchtern»

Frau Garanca, dürfen wir kurz aus einer Oper zitieren?
Ich bin gespannt. 

Also: «Stirb, Ungeheuer, durch unsere Macht!»

O Gott!

 

Denken Sie noch manchmal an jene fernen Zeiten, als Sie das gesungen haben? An das Südthüringische Theater zu Meiningen in der Saison 1999/2000?

Ja, schon. Und ich mache mir manchmal schon Gedanken, was gewesen wäre, hätte ich dieses...