Verwandlungskünstler
Im April 2007 fand, schon lange überfällig, in Salzburg ein internationaler Strawinsky-Kongress statt, der einen doch leicht konsterniert zurückließ. Vergegenwärtigte er doch noch einmal die ein halbes Jahrhundert zurückliegende Kontroverse über Theodor W. Adornos «Philosophie der neuen Musik», samt ihrer Suche nach der «wahren» authentischen Moderne im Lichte der Polarität: Schönberg-Schule versus Strawinsky, der dabei schlecht wegkam.
Doch die Frage nach dem richtigen, gar unaufhaltsamen «Fortschritt» und der «Verwerflichkeit» einer diesem entgegengesetzten Ästhetik rumort nach wie vor im kompositorischen Diskurs.
Dass in Salzburg der alte Streit wieder aufflammte, war überraschend, indes nicht zufällig. Denn weitere Themen drängten sich auf: Gingen beim «Klassiker der Moderne» die Meinungen immer noch auseinander, so scheint die Rezeption der Parallel-«Jahrhundertfigur» Pablo Picasso weit weniger strittig. Dabei haben beide Künstler, über ihre lange Lebenszeit im konfliktträchtigen 20. Jahrhundert hinaus, mannigfach epochale stilistische Wandlungen gemeinsam. Eben deshalb sind Idee, gar Wahn einer verbindlichen Stileinheit, ja: -reinheit gerade durch Picasso wie Strawinsky ...
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Opernwelt März 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 26
von Gerhard R. Koch
Thetis galt als die schönste Tochter des Meeresgottes Nereus; Peleus wiederum war ein normaler, sterblicher Mann, vielleicht ein bisschen der Typus macho mediterraneo. Als er die in einer Grotte schlafende Nymphe sah, überwältigte er sie und ließ sie nicht mehr los, obwohl sie sich ihm durch allerlei Zaubertricks zu entziehen suchte. Doch sein respektloses Zupacken...
Wundersamer, klangreicher, magischer Ort. Ort der puren ästhetischen Überwältigung: Eine «Hotellerie des Signifikanten» nennt der französische Philosoph Roland Barthes jenen Raum, in dem das Subjekt gehört werden kann, mitsamt der Bewegung seines Körpers. Und vor allem mit jener Stimme, die den Hörenden zu verzaubern vermag. Die Stimme, so heißt es in Barthes’...
alpha
14.03. – 21.30 Uhr
Der Goggolori – Eine Oper wird geschrieben
14.03. – 22.10 Uhr
Hiller: Der Goggolori
Die «bairische Mär mit Musik in acht Bildern und einem Epilog» auf ein Libretto von Michael Ende wurde ein Jahr nach der erfolgreichen Uraufführung 1985 am Staatstheater am Gärtnerplatz aufgezeichnet.
ML: Schick, I: Meyer-Oertel, S: Fürst, Weckert, Klepper,...
