Verplanscht

Haydn: Die Schöpfung
Wien | Theater an der Wien

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Die Bebilderung von Liedzyklen und Oratorien ist ein riskantes Unterfangen, sind doch die meisten Werke so komponiert, dass sie ohne szenische Zutaten auskommen. Nicht immer lässt sich daraus ein Mehrwert generieren, wie es der Pianist und amtierende Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, 2014 bei Franz Schuberts «Winterreise» geschafft hat, die er vom südafrikanischen Künstler William Kentridge mit animierten Bildern ausstatten ließ. Und siehe, Bild, Gesang (Matthias Goerne) und Musik verschmolzen zu einer Einheit.

Die findigen katalanischen Theatermacher von La Fura dels Baus, die seit einem Vierteljahrhundert mit ihrem Bühnenzauber die Opernwelt bereichern, nahmen sich nun eines der zentralen Werke der Oratorienliteratur vor: Haydns «Schöpfung». Die Produktion, die in Aix-en-Provence im März Premiere hatte, seither herumgereicht wurde und nun Ende Mai im Theater an der Wien Station machte, beweist vor allem eines: Der Versuch, sich diesem Werk szenisch zu nähern, kann buchstäblich zum Himmelfahrtskommando geraten.

Regisseur Carlus Padrissa zeigt die Weltwerdung in durchgängigem Schwarz-Weiß. Gewaltige Videoproprojektionen von computeranimierten Bildern ...

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Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Panorama, Seite 48
von Susanne Zobl

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