Tragödie des Zweifels

Battistelli: Julius Caesar
ROM | TEATRO DELL’OPERA

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Interessante Selbsteinschätzung: «Ich bin beständig wie der Nordstern / Von jener wahren festen und ruhenden Qualität / Es gibt keinen anderen am Firmament. / Der Himmel ist mit unzähligen Funken bemalt. Sie sind alle schön, und jeder leuchtet; / Aber es gibt nur einen in allen, der seinen Platz hält. / Ich bin derjenige, der sich nicht bewegen kann.» So sagt und glaubt es Julius Cäsar. Ohne den Nordstern kennt der Seemann seinen Weg nicht mehr.

Ohne ihn, den vom Volk vergötterten, starken Mann, der eine Bedrohung für die republikanischen Institutionen darstellt, verlieren seine Mörder die Orientierung. Einer nach dem anderen wird am Ende aufgrund seiner Schuldgefühle Selbstmord begehen.

Nach «Richard III.», einem Auftragswerk der Opera Vlaanderen (2004), kehrt Giorgio Battistelli mit «Julius Caesar» zu William Shakespeare zurück. Seine jüngste Oper eröffnete die Spielzeit des Teatro dell’Opera di Roma, und das erfolgreich. Zu danken war dies nicht nur der hohen Qualität des Werks selbst, sondern auch der musikalischen Leitung von Daniele Gatti, der das Orchester des Theaters zur Hochform brachte, und einem hervorragenden Sängerensemble, insbesondere Clive Bayley (Caesar), Elliot ...

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Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Stefano Nardelli

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