Personalien, Meldungen Januar 2022
JUBILARE
Bo Lundborg debütierte 1957 in Bergs «Wozzeck» und sang unter anderem in London, Paris, Hamburg, München und Oslo. An der Königlichen Oper Stockholm war er in über 50 Rollen von Klingsor bis Don Alfonso zu erleben. Am 1. Januar feiert der schwedische Bariton seinen 90. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
Franco Artioli trat 1942 mit 20 Jahren erstmals als Sänger auf. Zunächst widmete er sich dem italienischen Opernrepertoire, wandte sich in den 1960er-Jahren dann aber allein der Operette zu.
Zahllose Rundfunksendungen und Aufnahmen machten den Tenor zu einem der populärsten Sänger in diesem Genre. Am 9. Januar wird Franco Artioli 100 Jahre alt! Tanti auguri!
Dieter Schweikard begann seine Ausbildung in Wuppertal, mit 23 wurde er an der Oper Saarbrücken engagiert. Seit 1981 sang der Bass bei den Bayreuther Festspielen, 1995 rief er die Kölner Kinderoper ins Leben. 2007 wurde er zum Kölner Kammersänger ernannt. Am 9. Januar wird Schweikard 80 Jahre alt. Gratulation!
Gilbert Varga lernte zunächst Violine bei seinem Vater, dem legendären Geiger Tibor Varga, bevor er unter anderem von Sergiu Celibidache zum Dirigenten ausgebildet wurde. 1980 übernahm er die Hofer ...
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Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Service, Seite 64
von Red.
Seit dem Amtsantritt von Yannick Nézet-Séguin als Musikdirektor der Metropolitan Opera in der Saison 2018/19 legt das Haus – in diesen Dingen seit Mitte der 1930er-Jahre unbeständig und erst seit einigen Jahren langsam wieder im Aufwind – erkennbar größeren Wert auf die zeitgenössische Musik. Nach der Saisoneröffnung mit «Fire Shut Up in My Bones» von Terence...
Der Argwohn war groß, die Erleichterung noch größer. Fachfremde Berühmtheiten, die Opern zu inszenieren versuchen, fallen meist auf die Nase. Nicht so Christian Lacroix, einst gefeierter Couturier, heute gefragter Kostümbildner für die Bühne. Mit Offenbachs «La vie parisienne» an der Opéra de Rouen Normandie hat der 70-Jährige seinen Regie-Einstand magna cum laude...
Dem (Ver)fall des Otello sieht man von ganz nah zu. Die Opernbühne ist nach vorne gerückt, endet direkt vor der ersten Publikumsreihe. Der Orchestergraben, abgedeckt, wird zur Spielfläche. Die Musiker sitzen – von den Spielenden getrennt durch eine Gaze – im Hintergrund, in goldbraunem Licht schemenhaft sichtbar. Auch der Chor ist nicht weit entfernt: Er steht im...
