Tolle Tage
Erlösung dem Erlöser», auch das hätten die letzten Worte sein können, herabwehend aus irgendeiner Beleuchterbrücke des Nürnberger Opernhauses. Nun beschließt aber «Corriam tutti a festeggiar» die Amtszeit von Joana Mallwitz. «Le nozze di Figaro» also statt «Parsifal», der den großen Corona-Verschiebungen des fränkischen Spielplans zum Opfer gefallen ist. Genau richtig sei dieser «Figaro» trotzdem, sagt Mallwitz. Nicht nur, weil «Mozart immer richtig ist», sondern weil man damit die neu gewonnene Ensemblekultur des Hauses vorführen könne.
Worte, gesprochen an der Rampe der Nürnberger Meistersingerhalle. Es ist das Abschiedskonzert der Generalmusikdirektorin, ein Rückblick mit Mahlers Vierter und einigen von Mallwitz selbst moderierten «Herzensstücken». Das Publikum rast, ein paar Tränen kullern, später im Foyer fällt Intendant Jens-Daniel Herzog vor der Dirigentin auf die Knie.
Irgendwann, wenn sie tatsächlich gen Berliner Konzerthausorchester entschwunden ist, werden sich an der Pegnitz noch alle die Ohren reiben. Darüber, welchen Sprung die Nürnberger Staatsphilharmonie gemacht hat. Bei der ersten Premiere von Mallwitz, Prokofjews «Krieg und Frieden» im Herbst 2018, hatte sich ...
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Opernwelt Juni 2023
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Markus Thiel
Das Ding, um das es heute gehen soll,
Ist super alt, von Sechzehnhundertseben:
Es liebt der Orpheus seine «Dittsche» voll,
Am Arsch der Welt, genauer: Kreisstadt Theben.
Ein Ort, besetzt von vielen fiesen Tieren.
Die «Dittsche» stirbt am Biss von einer Viper,
Drum greift er prompt zum Instrument der Iren:
Zur Harfe – singt, da kommt vom Gate der Keeper
Und meint:...
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