Theater Freiberg
Das erste deutsche Stadttheater stand in Ulm. 1781 wurde es eröffnet, im 19. Jahrhundert mehrmals umgebaut und erweitert, doch 1944/45 verglühte das Haus im Bombenhagel. Seit 1969 residieren die Ulmer Bühnen in einem markanten Neubau von Fritz Schäfer. Deshalb kann nun das Freiberger Theater am Buttermarkt von sich behaupten, der älteste kommunale Theaterbetrieb zu sein, der bis heute im «Gründungsgebäude» spielt. 1791 kaufte die Stadt die Immobilie von einem Unternehmer namens Johann Gottlieb Engler, der dort ein Schauspielhaus eingerichtet hatte.
Neben Dramen und Komödien wurden Singspiele und Opern geboten – von fahrendem Theatervolk, das u. a. von Dresden und Leipzig anreiste. Schon 1800 landete man – ohne es zu ahnen – einen operngeschichtlichen Coup: In Freiberg wurde das erste Bühnenwerk des damals 13-jährigen Carl Maria von Weber uraufgeführt – eine Jugendarbeit, die auf Initiative des Musikdramaturgen Christoph Nieder im November 2015 erstmals wieder zu hören war.
225 Jahre kontinuierlicher Spielbetrieb (seit 1992 im Schulterschluss mit dem Theater Döbeln) – das war Grund genug, die Entwicklung des Hauses von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart aufzuarbeiten. ...
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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Magazin, Seite 84
von Albrecht Thiemann
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