Ganz konkret
Glückliches Kiel: Nicht einmal zwei Jahrzehnte sind seit dem letzten «Ring» vergangen, da bietet das Opernhaus seinem Publikum schon eine neue Inszenierung des Zyklus an. Wobei die jetzt im Entstehen begriffene Version – das zeichnet sich nach den Premieren der ersten beiden Teile ab – einen interessanten Kontrast zur vorigen bildet.
Kirsten Harms hatte die vier Musikdramen als anti-illusionistisches work in progress auf der leeren Bühne entwickelt. Daniel Karasek tritt jetzt mit seiner Regie als ein wesentlich konkreterer Erzähler auf.
«Das Rheingold» lebt von schönen, bisweilen allzu statischen Bildern und schließt märchenhafte Elemente mit ein. Da schaukeln Rheintöchter auf Stangen vor Wasserprojektionen, treten die Riesen, geführt von je vier Spielern, als furchterregende Skelettpuppen auf. Eine noch heile Weltordnung, in der Gut und Böse ausgewogen und klar gegeneinander abgesetzt sind.
Der erzählerische Duktus der Inszenierung setzt sich in der «Walküre» fort. Leicht verspielt wirkt Hundings holzgetäfeltes Wohnzimmer im Stil der 1950er-Jahre mit dem eingebauten Bar-schränkchen für den «seimigen Met», zunächst entwickelt sich das Geschehen als ein fast zu harmlos wirkendes ...
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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Gerhart Asche
Der 1837 geborene Hans Sommer war eine Doppelbegabung: erfolgreicher Naturwissenschaftler und Komponist. Erst mit Ende 40 hängte er seinen Direktorenposten an der TU Braunschweig an den Nagel, um sich ganz der Musik zu widmen. In den letzten Jahren hat man peu à peu damit begonnen, Sommers Werke wiederzuentdecken. Beim Hören der jetzt in Gera aufgeführten...
ARD-ALPHA
8.5. – 11.00 Uhr
Zauber der Oboe.
Porträt Albrecht Mayer.
15.5. – 11.00 Uhr
Albrecht Mayer
in concert.
16.5. – 11.00 Uhr
Jonas Kaufmann singt
deutsche Arien.
22.5. – 11.00 Uhr
Lang Lang in China.
Das Konzert in Peking.
29.5. – 11.00 Uhr
Kammerkonzert
in Schloss Haimhausen.
arte
1.5. – 7.35 Uhr
Saint-Saëns: Karneval der Tiere.
Orchestre Philharmonique de Radio France,...
Es war ein Kuriosum der Operngeschichte, eine Art Doppel-Uraufführung in einem Zeitraum von vier Monaten: Im Dezember 1925 kam an der Berliner Staatsoper Alban Bergs «Wozzeck» heraus, die grandiose Vertonung des grandiosen Büchner-Dramas; im April 1926 brachte das Stadttheater Bremen eine Opernfassung desselben Stoffes von seinem damaligen Generalmusikdirektor...
