Strauss: Arabella
Im Westen nichts Neues. Nach wie vor ungewiss bleibt die Zukunft des Saarbrücker Staatstheaters. Ungeachtet des massiven öffentlichen Protests besteht der saarländische Kultusminister Jürgen Schreier auf der drastischen Reduktion des Theateretats um (fast) 25 Prozent (von derzeit 24,5 auf 18,5 Millionen Euro) bis 2009, die das Haus praktisch in die Knie zwingen würde. Auch gibt es von der Stadt Saarbrücken und dem Landkreis (vorerst?) kein Signal der Bereitschaft, für das Theater finanziell einzuspringen.
Die neue Entwicklung: Zwei Experten, Medienspezialist Klaus Siebenhaar von der Berliner Musikhochschule «Hanns Eisler» und Rechtsanwalt Wolfgang Zimmerling, ein Arbeitsrechtler, sind zur Beratung des Kultusministers bestellt. Sie sollen die Möglichkeiten der Umsetzung der Sparauflage prüfen. Das Ergebnis ihrer Untersuchung, ließen sie verlauten, sei offen. Minister Schreier will dagegen die drei Sparten erhalten. Wie das allerdings funktionieren soll, bleibt sein Geheimnis. Die einzige Hoffnung, so Generalintendant Kurt Josef Schildknecht: «Die Kulturpolitik zeigt irgendwann Einsehen. Denn ihre Vorstellung, man ziehe das Geld ab, und alles ginge weiter wie bisher, ist ...
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«Ihre gedichte sind schön, und traurig, aber die idioten, selbst leute, die so tun, als ob sie ‹verstünden›, verstehen nicht.» Diese Zeilen, noch während der Tagung der Gruppe 47 Ende Oktober/Anfang November 1952 auf Burg Berlepsch geschrieben, markieren den Beginn der Freundschaft zweier damals gerade sechsundzwanzigjähriger Künstler, der Dichterin Ingeborg...
