Strauss: Arabella

Saarbrücken

Opernwelt - Logo

Im Westen nichts Neues. Nach wie vor ungewiss bleibt die Zukunft des Saarbrücker Staatstheaters. Ungeachtet des massiven öffentlichen Protests besteht der saarländische Kultusminister Jürgen Schreier auf der drastischen Reduktion des Theateretats um (fast) 25 Prozent (von derzeit 24,5 auf 18,5 Millionen Euro) bis 2009, die das Haus praktisch in die Knie zwingen würde. Auch gibt es von der Stadt Saarbrücken und dem Landkreis (vorerst?) kein Signal der Bereitschaft, für das Theater finanziell einzuspringen.

Die neue Entwicklung: Zwei Experten, Medienspezialist Klaus Siebenhaar von der Berliner Musikhochschule «Hanns Eisler» und Rechtsanwalt Wolfgang Zimmerling, ein Arbeitsrechtler, sind zur Beratung des Kultusministers bestellt. Sie sollen die Möglichkeiten der Umsetzung der Sparauflage prüfen. Das Ergebnis ihrer Untersuchung, ließen sie verlauten, sei offen. Minister Schreier will dagegen die drei Sparten erhalten. Wie das allerdings funktionieren soll, bleibt sein Geheimnis. Die einzige Hoffnung, so Generalintendant Kurt Josef Schildknecht: «Die Kulturpolitik zeigt irgendwann Einsehen. Denn ihre Vorstellung, man ziehe das Geld ab, und alles ginge weiter wie bisher, ist ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt April 2005
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 53
von Gabor Halasz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Opus magnum

Eine einzige Zeile benötigte Alois Ferdi­nand Ludwig Ritter von Köchel für seine Registrierung der Sopranarie «Per pietà, bell´idol mio» als Nummer 78 in seinem «Chronologisch-thematischen Verzeichnis sämtlicher Tonwerke Wolfgang Amade Mozarts». In Helmut Kirchmeyers «Kommentiertem Verzeichnis der Werke & Werkausgaben Igor Strawinskys» nimmt die Nummer 78 nicht...

Opera distinguished

So unterschiedlich die Aufnahmen in der kontinuierlich wachsenden Chandos-Reihe «Opera in English» auch im Einzelnen ausfallen mögen, eine Tugend haben sie alle gemeinsam: Sorgfalt. Leider ist Sorgfalt in der Oper eine Sekundärtugend und keine Garantie für das Außergewöhnliche, das plötzlich auflodernde «Alles oder Nichts», in dem alles andere unwichtig wird –...

Gottes Wort und Henry Ford

In allgemein schwieriger Lage feiert Dessau seinen großen Sohn Kurt Weill ausgelassen und optimistisch. Immerhin begann die 13. Auflage der Festivitäten (die jährlich rund 9000 Zuschauer anziehen) gleich mit einem «Happy End» – jenem nämlich, das Weill 1929 auf Song-Texte Bertolt Brechts komponierte. Dass dazu auch ein gleichnamiges Theaterstück exis­tiert, ist...