Management von Finanzkrisen
Die wirtschaftswissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen der öffentlichen Finanzierung von Kultur verliert sich meist in den Verästelungen der Wohlfahrtsökonomie. Von solchen akademisch-spekulativen Ansätzen hebt sich die englische Dissertation «In Search of a Magic Flute» von David Ranan als eine eher praxisorientierte Studie ab. Der Autor hat den größten Teil seiner professionellen Karriere als Banker in der Londoner City verbracht.
Die Oper blieb seine private Leidenschaft, bis die öffentliche Diskussion um die Renovierung des Royal Opera House in London aus Lottomitteln sein wissenschaftliches Interesse für das Thema Opernfinanzierung weckte.
Die Arbeit besteht in der Hauptsache aus sechs Fallstudien zum Royal Opera House, zur Opera North und Kent Opera sowie zu den Opern in Frankfurt, München und Berlin. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen leitet Ranan ein Modell ab, das verschiedenen Finanzierungssituationen unterschiedliche Formen des Managements zuordnet. Die Situation «chronischer Knappheit» etwa, in der der Zuschussgeber einen einmal erreichten Level der Förderung beibehalten will, verführt das Management zu einem unauffälligen «Durchwursteln». Bei gleich ...
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Joseph Haydn hat in den 1770er und 80er Jahren als Opernkapellmeister in Eszterháza nicht nur zahlreiche Einlage-Arien zu fremden Werken komponiert, er hat die Partituren auch den Fähigkeiten seiner Sänger und den Möglichkeiten des örtlichen Orchesters angepasst. Mit solchen Bearbeitungen beschäftigt sich ein Forschungsprojekt des Joseph Haydn-Institus Köln und der...
In allgemein schwieriger Lage feiert Dessau seinen großen Sohn Kurt Weill ausgelassen und optimistisch. Immerhin begann die 13. Auflage der Festivitäten (die jährlich rund 9000 Zuschauer anziehen) gleich mit einem «Happy End» – jenem nämlich, das Weill 1929 auf Song-Texte Bertolt Brechts komponierte. Dass dazu auch ein gleichnamiges Theaterstück existiert, ist...
Mit der Oper verhalte es sich wie mit der Liebe, meinte der Schriftsteller Jean Giraudoux: «Das Schönste daran ist die Ouvertüre.» Das alte Vorurteil, das er für diesen Aphorismus missbrauchte – Oper sei langweilig –, wird freilich dadurch aufgehoben, dass er Gleiches auch von der Liebe behauptete.
Uneingeschränkte Liebe zur Oper pulst bei Naxos’ Reihe «Opera...
