Sommerfrische
Lokaltermin Buxton: ein Städtchen in der Grafschaft Derbyshire im Nordwesten Englands, historischer Kurort im Stil der bekannteren Bäder Bath oder Cheltenham, mit zahlreichen Häusern aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Rühmt sich überdies seit 1979 eines Musikfestivals – sowie eines stilechten Edwardianischen Opernhauses, das 1903 von dem Theaterarchitekten Frank Matcham erbaut wurde, jenem Mann, von dem auch das Londoner Coliseum stammt, die Heimstatt der English National Opera.
Ein idealer Flecken also für eine Sommerfrische, auch wenn heutzutage kaum noch jemand der Heilquelle wegen anreist. Immerhin: «Buxton Water» kann man hier nach wie vor kaufen. In Plastikflaschen abgefüllt.
In besseren Zeiten konnte sich Buxton drei eigene Produktionen leisten, die alternierend im Repertoirebetrieb des Opernhauses gespielt wurden, mithilfe von Reisekompanien – etwa der English Touring Opera oder The Opera Group – brachte man es auf insgesamt sechs oder sieben Stücke, die über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen aufgeführt wurden. Heute stemmt man in Buxton immerhin noch zwei abendfüllende szenische Produktionen: In diesem Sommer standen Dvoráks «The Jacobin» (in englischer ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Magazin, Seite 102
von George Hall (Aus dem Englischen von Marc Staudacher)
Sie sagten einmal, Ihr Bayreuther «Parsifal»-Dirigat habe Sie verändert. Was ist passiert? Mir war das vorher nicht so deutlich, dass Wagner nicht nur ein grandioser Komponist, sondern auch so etwas war wie der erste große Dirigent. Bei ihm ist alles...
Die Sopranistin Simone Kermes und die Mezzosopranistinnen Joyce DiDonato, Anna Bonitatibus und Vivica Genaux sind heute Stars der internationalen Opernwelt. Auf drei CDs widmen sie sich jetzt dem Belcanto – jener Kunst, bei der die Mienen der Musikliebhaber schon seit über 300 Jahren in Verzückung geraten. Um 1600 gemeinsam mit der Oper entstanden, dominierte der...
Waschküche. Keine zehn Meter Sicht. Manchmal verschwindet alles in schlieriger Nebelwatte. Die schmucken Häuser, der schlanke Betonturm der Église, die Talstationen der Lifte. Wenn die Wolken tief hängen, existiert Verbier nur in der Vorstellung. Wie die schneegedeckten Gipfel der umliegenden Viertausender, die an einem klaren Tag zum Greifen nahe scheinen. Gegen...
