Schwankende Schwermut, reines Vergnügen
«Reason in madness» nennt die Sopranistin Carolyn Sampson ihr neues Liedalbum. Das nimmt Bezug auf einen Aphorismus von Friedrich Nietzsche: «Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer etwas Vernunft im Wahnsinn.» Ausgehend von Shakespeares Ophelia greift Sampson hier musikalische Psychogramme des weiblichen Wahnsinns auf.
Vertonungen oder Paraphrasen des Shakespeare’schen Originals – darunter Richard Strauss’ drei Ophelia-Lieder neben weniger bekannten Versionen von Johannes Brahms, Camille Saint-Saëns oder Ernest Chausson – werden eingerahmt von Claude Debussys und Charles
Koechlins erotischen «Chansons de Bilitis» und den musikalischen Spiegelungen von Goethes geheimnisvoll-androgyner Kindfrau Mignon bei Henri Duparc und Hugo Wolf. Es sind viele Klangbilder, die Sampson uns hören, viele Seelenspiegel, in die sie uns blicken lässt – mit gezügelt-zerbrechlicher Laszivität bei Debussy, fiebriger Erregtheit bei Wolf, herb-depressiver Melancholie bei Chausson und Duparc, dramatischem Puls bei Saint-Saëns oder in Schuberts «Gretchen am Spinnrade». Stets hat sie ihre Stimme, die weder in der Höhe noch im Forte ausbricht, ganz im Griff, singt mit schlankem, ...
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Frau Margaine, zunächst einmal: herzlichen Glückwunsch!
Wozu?
Sie erwarten ein Baby.
(Lacht) Ja, es ist unglaublich.
Hat diese Aussicht Auswirkungen auf die Art, wie Sie singen oder wie Sie Ihren Beruf sehen?
Natürlich spüre ich, dass der Körper sich verändert. Anfangs hatte ich die üblichen Schwangerschaftssymptome, fühlte mich oft schlapp, war schnell müde usw....
Letzten August widmete das Magazin der «New York Times» dem Thema eine ganze Ausgabe: «Losing Earth. The decade we almost stopped climate change». Es ging um die Jahre 1979 bis 1989, als die Theorie der hausgemachten globalen Erwärmung zum ersten Mal ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückte und die Mächtigen dieser Erde nur ein paar Unterschriften entfernt waren...
Zwar regnet es selten in dieser südlichen Gegend, dennoch rosten Orlandos Tage. Und mögen die anderen sich auch ständig Zigaretten anstecken: Die Kippen würden ihm in seiner Depression bloß nach komprimiertem Novembernebel schmecken. Doch Rauchen ist eigentlich gar nicht erlaubt in Christian Schmidts Wohn-Drehbühne mit ihrem Plattenbau-Charme. «PROHIBIDO FUMAR»...
