Was kommt... Juni 2019
Fanny Ardant
Ihr Spiel umwehte stets ein leiser Hauch von Exzentrik. Noch in ihren letzten Filmen zeigte die französische Diva, über welche darstellerischen Farben sie verfügt. Nun wagt sie sich, gerade 70 Jahre jung geworden, an die Oper und inszeniert in Athen Schostakowitschs «Lady Macbeth von Mzensk». Wir fahren hin
Cecilia Bartoli
Die Rolle passt hervorragend zu ihr. Eine Verführerin, die sämtliche Männer mit ihrem irisierenden Zauber zu bannen vermag.
Bei den diesjährigen, von ihr künstlerisch geleiteten Pfingstfestspielen in Salzburg verköpert die italienische Mezzosopranistin die Titelfigur in Händels «Alcina». Am Pult von Les Musiciens du Prince steht Gianluca Capuano, Regie führt Damiano Michieletto. Wir sind dabei
Valery Gergiev
Ein Maestro im Dauerstress. Bei den Bayreuther Festspielen dirigiert der Chef der Münchner Philharmoniker Wagners «Tannhäuser» (Regie: Tobias Kratzer), in Salzburg wenig später Verdis «Simon Boccanegra (Inszenierung: Andreas Kriegenburg). Ein Porträt
Mariame Clément
Trotz ihrer jugendlichen Erscheinung zählt sie inzwischen zu den arrivierten Könnerinnen der Zunft. Und steht dabei für einen Regiestil, der Provokationen weitgehend vermeidet, ...
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Wenn in der Ouvertüre zum ersten Mal der von drei dumpfen Paukenschlägen untermalte verminderte c-Moll-Septakkord erklingt, huscht über den noch geschlossenen Vorhang der schwarze Schatten eines Flugobjekts, das man nicht erwartet – eine Drohne. In Jossi Wielers Straßburger Inszenierung, einer Koproduktion mit La Monnaie in Brüssel und dem Staatstheater Nürnberg,...
Im Herbst vergangenen Jahres veröffentlichte die amerikanische Musikjournalistin Heidi Waleson ein bemerkenswertes Buch über den Niedergang der New York City Opera. Schon der Titel springt ins Auge: «Mad Scenes and Exit Arias» (Henry Holt, New York 2018; 290 Seiten, ca. 28 Euro). Er trifft ziemlich genau den Tenor der tragischen, aber leider auch bezeichnenden...
Ein Raum, karg möbliert: Tisch, Stuhl, Fenster. Die Szenerie wirkt (alb-)traumhaft, als zögen sich imaginäre Nebelschleier durch das Zimmer. Der Blick durchs Fenster hinaus ins Freie offenbart einen Feldweg, der in einem schaurigen nächtlichen Wald verschwindet. Nichts erscheint fest und sicher, alles steht auf schwankendem Grund. Und das ist ja auch die...
