Schöne Gesten

Neubeginn in New York: Die Met öffnet ihre Pforten mit Terence Blanchards «Fire Shut Up in My Bones» und Verdis «Requiem»

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New York im Licht: Nach 18 Monaten der Stille öffnete die Metropolitan Opera wieder ihre Pforten – mit einer bewegenden Aufführung von Verdis «Requiem» unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin. Den Anlass bildete der 20. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center. Der gemeinsam mit dem 9/11 Tribute Museum initiierte Abend wurde live vor dem Opernhaus und im Fernsehen übertragen. Er bot insbesondere Überlebenden und Angehörigen von Opfern des Terrorakts die Möglichkeit zur gemeinschaftlichen Teilnahme.

54 Mal hat die Met Verdis Meisterwerk bereits programmiert, erstmals 1901, im Todesjahr des Komponisten. Legendär wurden 1964 die Konzerte mit Georg Solti am Pult und zu Ehren des ein Jahr zuvor ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Der Mitschnitt dieser Aufführung hat sich als energiegeladene, hochemotionale Erfahrung tief in das Bewusstsein des New Yorker Publikums eingeprägt. Nézet-Séguins aktuelle Interpretation ist nicht ohne gelegentliche stimmliche und instrumentale Makel, hier und da auch etwas zu frei im Tempo, insgesamt aber klug ausbalanciert. Vor allem der kraftvolle Gesang des großbesetzten Met-Chors nimmt für sich ein. Und mögen die durchweg einheimischen ...

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Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Magazin, Seite 74
von David Shengold

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