Schlaglichter
Mehr und mehr gehen die großen Opernhäuser dazu über, ausgewählte Neuinszenierungen durch Symposien zu vertiefen. Solche Begegnungen zwischen Wissenschaft und Praxis sind nützlich, auch wenn sie oft nur geringes Publikumsinteresse finden. Ob freilich die dort präsentierten Referate hinterher auch in Buchform dokumentiert werden müssen, darf angesichts dreier Neuerscheinungen zumindest gefragt werden.
Die Wissenschaft dominiert in dem Band, der ausgewählte Vorträge zu Hector Berlioz‘ «Les Troyens» und Ludovic Fromental Halévys «La Juive» versammelt, die auf einem von der Staatsoper Stuttgart veranstalteten Symposium aus Anlass der Premieren beider Werke in der Spielzeit 2007/08 gehalten wurden. Das geht, vor allem bei Berlioz, oft sehr ins erbsenzählende Detail – etwa über die politischen Implikationen des ursprünglichen Endes der «Trojaner» (Peter Bloom), die italienische Formensprache (David Charlton) oder die orchestralen Ressourcen an der Pariser Opéra (Hugh Macdonald). Aufschlussreicher für die Theaterpraxis sind dagegen die Überlegungen Pierre-René Sernas, ob Berlioz mit «Les Troyens» tatsächlich einen Gegenentwurf zur Grand Opéra geschrieben hat: «Ja, weil sich ‹Les Troyens› ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt November 2011
Rubrik: Medien | Bücher, Seite 37
von Uwe Schweikert
Bei Premierendaten Angabe der Namen in folgender Reihenfolge:
Musikalische Leitung, Inszenierung, Bühnenbild u. Kostüme - Solisten
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
Mat. = Matinee
N. = Nachmittagsvorstellung
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44, 0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
• Konzert (Giglberger): 1. (Mat.)
• La Cenerentola: 1.
• Poulenc, La Voix humaine / Monteverdi, Il...
Könnte von Eichendorff sein: Ein Graf lebt in einem einsamen Schloss und ist mit der Geisterwelt im Bunde. Doch dann schlägt Byron durch: Manfred leidet selbstmordtrunken schreckliche innere Qualen, hervorgerufen durch die heftige Liebe zu seiner Schwester Astarte. Vergebung ist unerreichbar, Tod sein einziges Verlangen – Erlösung, Notwendigkeit und Konsequenz in...
Als er sich kürzlich nach der Premiere von Schoecks «Penthesilea» auf der Bühne der Frankfurter Oper blicken ließ, gab es kein einziges Buh. Hans Neuenfels verbeugte sich – und wurde gefeiert. Wie sich die Zeiten ändern. In Frankfurt tobten einst seine härtesten Opernstürme, in der Ära von Michael Gielen und vorher schon, als er eingeladen wurde von Christoph von...
