Schein und Sein in Wien
«The Show must go on! Inside my heart is breaking, my make-up may be flaking, but my smile, still, stays on!» Der Refrain des Songs, mit dem der bereits schwerkranke Freddy Mercury einen letzten Hit landete, klingt verdächtig nach dem «Vesti la giubba» Canios. An der Wiener Volksoper steht Leoncavallos «Bajazzo» gerade auf dem Programm, für einmal nicht mit Mascagnis «Cavalleria rusticana» zusammengespannt, sondern mit Hans Werner Henzes «Wundertheater» (1949) – ein Abend der Untersuchungen über das Wechselspiel von Schein und Wirklichkeit.
Henzes erstes Stücks fürs Musiktheater stammt klar erkennbar aus der Nachkriegszeit. Als Vorlage dient ein Intermezzo von Cervantes: Eine Theatertruppe spielt bei der Aufführung in einer spanischen Kleinstadt mit der Massensuggestion – nur wer brav katholisch und ehelich geboren sei, könne die Darbietungen sehen. Da keiner sich in dieser Hinsicht Blößen geben will, behaupten natürlich alle, das wahrzunehmen, was nicht existiert: den großen Samson, die tanzende Herodias oder das Ballett der Mäuse. Bis ein Polizist dem Treiben ein Ende zu setzen sucht, aber dabei zum Opfer der populistischen Hysterie wird. Jörg Schneider, Martina Dorak, ...
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Opernwelt Juni 2012
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Gerhard Persché
ARTE
1./7./19./25.6. – 6.00 Uhr
13.6. – 6.10 Uhr
Klavierfestival La Roque d’Anthéron 2010.
English Chamber Orchestra, Stéphany Gonley. Nelson Freire, Klavier.
3.6. – 17.15 Uhr (3)
10.6. – 17.15 Uhr (4)
21.6. – 12.20 Uhr (4)
17.6. – 16.50 Uhr (5)
17.6. – 17.15 Uhr (6)
Besançon 2011 – Junge Dirigenten von morgen.
3. Jamie Phillips. 4. Stamatia Karampini. 5. Vincent Renaud. 6....
Herr Hampson, singt ein prononcierter Liedsänger wie Sie Opern anders?
Mag sein. Wahr ist, dass ich vom Liedgesang viel gelernt habe, zum Beispiel musikalische Ruhe und Ausgeglichenheit herzustellen, ebenso Innerlichkeit, auch das Ausspinnen eines Erzählfadens. Ich bin übrigens auch ein Verteidiger von Dietrich Fischer-Dieskau. Wir sollten nicht so obergescheit sein...
Das Buch ist ein Welterfolg. Gerade 31 Jahre alt, veröffentlichte die finnische Autorin Sofi Oksanen 2008 ihren Roman «Puhdistus», zu Deutsch «Fegefeuer». Mittlerweile ist er in 43 Sprachen übersetzt. In ihrem Heimatland hat er alle wichtigen Literaturpreise gewonnen, in den skandinavischen Ländern und Frankreich wurde er mehrfach ausgezeichnet, auch in Deutschland...
