Remember me!
Seine Masques sind Legende. Mit dieser aparten Form der Semi-Oper reüssierte Henry Purcell während der Restaurationszeit im England des 17. Jahrhunderts auch deswegen, weil die puritanische Revolution dafür gesorgt hatte, dass im Sprechtheater eine streng-restriktive Verbotskultur herrschte.
Mit allegorischen Figuren und einer zauberhaften, die Sinne betörenden Musik garniert, ließ sich so mancher Stoff dann doch durch die Zensur mogeln, und Purcell entpuppte sich, auch unter dem Einfluss der Tragédie en musique Lullys und Molières vergnüglichen Comédie-ballets, als ein Meister dieser Kunstform. Der «Orpheus britannicus» perfektionierte das Genre, Werke wie «King Arthur» und «The Indian Queen» (beide auf einen Text von John Dryden), «The Prophetess or The History of Dioclesian» und vor allem die beiden Shakespeare-Adaptionen «The Fairy Queen» und «The Tempest» stehen dafür ein.
Auf dem Gebiet der Oper schuf Purcell lediglich ein Stück von (allerdings erheblichem) Format: «Dido and Aeneas» rekurriert auf die mythisch-tragische Liebesgeschichte zwischen der Königin von Karthago und dem trojanischen Helden, der eine spontan wie stürmisch entfachte Liebesleidenschaft für seine ...
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Opernwelt November 2025
Rubrik: Medien, Seite 30
von Jürgen Otten
Zum ersten Mal habe ich Gabriel Feltz in Hamburg wahrgenommen. Das war 1991, während der Proben zu John Neumeiers Inszenierung von Bernsteins Musical «On the Town». Feltz, 20 Jahre jung, war damals Assistent des Generalmusikdirektors Gerd Albrecht und saß bei den Bühnenproben als Korrepetitor im Orchestergraben. Zu seinen Aufgaben gehörte es, uns Aushilfssänger,...
alpha
02.11. – 21.50 Uhr Bayreuth Baroque Opera Festival 2025
Malena Ernman: Terra Mater
Beim Konzert «Terra Mater» bringt Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata eine Hymne an die Schöpfung in barockem Klanggewand auf die Bühne. Als Partnerin hat sich die Alte Musik-Spezialistin mit der schwedischen Mezzosopranistin Malena Ernman eine vielschichtige...
Falstaffs Bauch wird nicht bloß behauptet. In aller Immensität quillt er Simon Keenlyside über den Gürtel. Der hockt in einer gemütlich heruntergekommenen Bar, ungefähr in den 1960er-Jahren, und schmiedet Pläne, wie er sein Shilling- und Fraueneroberungskonto aufbessern könnte. Und wenn ihm dabei einmal mehr aufgeht, was für ein grandioser Kerl er doch ist, dann...
