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Joyce DiDonato und Michael Spyres brillieren in Purcells «Dido and Aeneas» mit Maxim Emelyanychev und Il Pomo d’Oro

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Seine Masques sind Legende. Mit dieser aparten Form der Semi-Oper reüssierte Henry Purcell während der Restaurationszeit im England des 17. Jahrhunderts auch deswegen, weil die puritanische Revolution dafür gesorgt hatte, dass im Sprechtheater eine streng-restriktive Verbotskultur herrschte.

Mit allegorischen Figuren und einer zauberhaften, die Sinne betörenden Musik garniert, ließ sich so mancher Stoff dann doch durch die Zensur mogeln, und Purcell entpuppte sich, auch unter dem Einfluss der Tragédie en musique Lullys und Molières vergnüglichen Comédie-ballets, als ein Meister dieser Kunstform. Der «Orpheus britannicus» perfektionierte das Genre, Werke wie «King Arthur» und «The Indian Queen» (beide auf einen Text von John Dryden), «The Prophetess or The History of Dioclesian» und vor allem die beiden Shakespeare-Adaptionen «The Fairy Queen» und «The Tempest» stehen dafür ein.

Auf dem Gebiet der Oper schuf Purcell lediglich ein Stück von (allerdings erheblichem) Format: «Dido and Aeneas» rekurriert auf die mythisch-tragische Liebesgeschichte zwischen der Königin von Karthago und dem trojanischen Helden, der eine spontan wie stürmisch entfachte Liebesleidenschaft für seine ...

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Opernwelt November 2025
Rubrik: Medien, Seite 30
von Jürgen Otten

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