Reflektiert intuitiv

Der Tenor Matthias Klink über Form und Ausdruck, Glück und Ärger mit Regisseuren sowie die Scheu vor Mikrofonen

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Herr Klink, Sie singen nun seit mehr als zwanzig Jahren Oper. Was ist Ihnen heute besonders wichtig, wenn Sie auf die Bühne treten?
Eine direkte Verbindung zwischen Sprache und Stimme. Danach suche ich, in jeder Vorstellung aufs Neue. Gesang ist ja eigentlich etwas Gemachtes, Künstliches. Ich will diese Künstlichkeit überwinden. Das treibt mich an. Eine Partie sitzt für mich erst dann wirklich gut, wenn man keine Anstrengung spürt.

Natürlicher Ausdruck ...
... genau darum geht es mir. Und dazu gehört weit mehr als Technik.

Ich komme diesem Ziel am nächsten, wenn alle Parameter einer Produktion stimmen. Die Stuttgarter «Salome»-Inszenierung von Kirill Serebrennikov zum Beispiel war für mich eine solche Produktion. Intensive Gespräche, konzentriertes Probieren, eine aus Alltagserfahrungen gespeiste Deutung, die das Stück ohne jede Exotik in unserer Zeit verankert – das war eine unglaublich schöne Erfahrung. Man erzählt dann wie von selbst, geht in der Rolle, in der Handlung auf. Text, Töne, Körper, Bewegung, Licht, Raum – alles wird Ausdruck.

Sie haben in der jüngsten Stuttgarter Strauss-Premiere als Herodes debütiert. Wann hatten Sie die Partie zum ersten Mal auf dem ...

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Opernwelt Februar 2017
Rubrik: Interview, Seite 32
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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Spielpläne

ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
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S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme


Deutschland

Aachen
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– Il trittico: 1., 5., 8.
– Orphée et Eurydice (semikonzertant): 2., 4.
– Macbeth: 10., 15.
–...

Schmerzhaft schön

Der Applaus vom Band brandet noch vor dem ersten Akkord auf und wiederholt sich, während die Zuschauer ihre Plätze einnehmen, in einer Endlosschleife. Eva-Maria Höckmayrs Inszenierung beginnt mit dem Ende der Oper. Der letzte Vorhang ist bereits gefallen. Hinter den Kulissen verharrt die Darstellerin der Tosca im blutbefleckten weißen Kleid neben der Leiche...

Kirche und Bühne

Es ist noch nicht lange her, dass Pergolesis «Stabat mater» wie selbstverständlich zum Repertoire von Opernstars wie Mirella Freni oder Teresa Berganza gehörte und von diesen in jenem Stil gesungen wurde, den sie auch auf der Bühne pflegten. Wie eine Vielzahl von Aufnahmen belegt, ist das Werk mittlerweile zur Domäne von Sängerinnen und Sängern geworden, die...