Rares nach Shakespeare

Der polnische Bariton Krzysztof Bobrzecki singt Lieder von Quilter, Finzi und Korngold

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Dieser Tage jährte sich zum 400. Male der Todestag des Dichters aus Warwickshire, der England als Kulturnation so recht auf die Landkarte setzte. Gern wird ja angezweifelt, dass es tatsächlich dieser Handschuhmachersohn mit Namen William Shakespeare war und nicht eine der fiktiven Figuren, die im von Literaturdetektiven im Laufe der Zeit als Alternativautoren vorgeschlagen wurden. Ist das Werk des Barden doch so vielschichtig, dass man tatsächlich an mehrere Schöpfer denken könnte. Eine der vielen Schattierungen dieses Œuvres sind die wunderbaren Sonette.

Sie tragen zwar Musik bereits in sich, doch konnten sich zahlreiche Komponisten der Versuchung einer weiteren Vertonung nicht entziehen.

Auf dem Titelblatt des Booklets seines Recitals stylt der polnische Bariton Krzysztof Bobrzecki sich nach dem berühmten Vorbild, blickt dem Fotografen mit dem gleichen wachen, ein wenig skeptischen Blick entgegen wie Shakespeare (wenn er’s denn ist) im berühmten «Cobbe-Porträt». Bobrzecki und Anna Mikolon, seine kongeniale Begleiterin am Klavier, haben sich weithin unbekannte Shakespeare-Lieder der Briten Roger Quilter (1877-1953) und Gerald Finzi (1901-1956) vorgenommen sowie die vergleichsweise ...

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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 32
von Gerhard Persché

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57. Jahrgang, Nr 6
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