Rampen-Gehampel

Rota: Il cappello di paglia di Firenze LIÈGE | OPÉRA ROYAL DE WALLONIE

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Die Story, 1851 ausgeheckt in der Lustspielschmiede von Eugène Labiche, ist eine rasante Absurdität: ein Bräutigam, dessen Pferd am Tag der Hochzeit den Strohhut einer zufällig gerade fremdgehenden Dame aufgefressen hat, dessen Verschwinden nun ihr Alibi gefährdet (der Gatte ist ein Eifersüchtiger), was den Liebhaber der Dame dazu bringt, den Bräutigam zu sofortigem Hut-Ersatz zu drängen.

Woraufhin der sich in ein Ersatz-Strohhut-Beschaffungs-Abenteuer stürzt, das ihn etwa in den Salon einer Baronesse verschlägt, wo er fälschlich für den vor -gesehenen Violinvirtuosen gehalten wird. Nun hat er nicht nur das Hut-Problem, sonder auch die ganze Hochzeitsgesellschaft im Nacken, angeführt von einem kritischen und fußkranken Braut-Onkel, der das Ganze sowieso dauernd absagen will. Geht es gut aus? Es geht, denn Hut und Paar finden zusammen, es darf geheiratet werden, und auch der Mord an der abgängigen Ehefrau kann abgewendet werden. Mehr noch: Der Gehörnte bittet die keinesfalls reuige Gattin um Verzeihung.

Nun macht ein Perdono noch keinen «Figaro», und auch all die Anspielungen, die hier die große Operngeschichte herbeizitieren, Puccini, Rossini, Verdi und andere, und nicht nur die ...

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Opernwelt Januar 2026
Rubrik: Panorama, Seite 56
von Holger Noltze

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