Rätselspiel
Wieder am 19. und 23. April in Freiburg
Barockoper am Stadttheater? Eine Herausforderung. Nicht selten ein Problem. Aber es geht, wenn niemand sich bange machen lässt. Der jüngste Beweis: Händels «Julius Cäsar» in Freiburg. An einem Ort also, der Heimstatt eines weltweit aktiven Spezialensembles ist. Um das Hausorchester kümmerte sich ein in Mitteleuropa noch kaum bekannter Gastdirigent erster Güte: der Slowene Egon Mihajlovic. Er führt die Freiburger Philharmoniker zielgenau, mit stilsicherem Knowhow durch die Partitur. Man spielt auf modernen Instrumenten, die Streicher nutzen Barockbögen.
Ausschwingendes Melos, flexibles Ausphrasieren – diesem Ziel kommen die Musiker schon recht nahe. Das rhythmische Potenzial der Musik wird noch besser ausgereizt: straff konturiert, stets gespannt.
Vor allem aber: Es wird durch die Bank vorzüglich gesungen; herausragend gar die Gestaltung der Titelpartie. Der Russe Dmitry Egorov wartet mit allen wünschenswerten Facetten auf. Mitunter ist es, als sei er auf schier raumgreifendem Wege dabei, den Typ des «Heldencounters» zu installieren. Kaum weniger präsent: der Fachkollege Matthew Shaw als Ägypterkönig Ptolemäus. Als Mutter Cornelia und Sohn Sextus sind zwei unterschiedlich, ...
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Opernwelt April 2017
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Heinz W. Koch
JUBILARE
Luigi Ernesto Alva y Talledo wurde am 10. April 1927 in Lima geboren. Nach ersten Gesangsstudien in seiner Heimat Peru bei Rosa Mercedes Ayarza ging er 1953 nach Mailand, wo er ein Jahr später als Alfredo in Verdis «La traviata» debütierte und in La Scuola di Canto an der Scala aufgenommen wurde. Der Durchbruch gelang ihm 1956 ebendort als Graf Almaviva...
Länger als ein Jahrhundert hat es gedauert. Knapp 127 Jahre sind verstrichen, seit der Komponist letzte Hand an sein Bühnenwerk legte. An eine Oper, die Motive aus dem «Kalevala», dem finnischen Nationalepos, verarbeitet. Und eigentlich schon damals in Turku uraufgeführt werden sollte. Was erst jetzt, im Zuge der Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit Finnlands – erst...
Es ist nur ein Blick. Aber er verändert alles, augenscheinlich, offenkundig, unausweichlich. Es ist der Blick einer jungen Frau, die das Tragische ablehnt, weil sie sich nach einer Zukunft sehnt, in der das Leben den Tod überwindet. Soeben hat dieser ihr die Mutter entrissen, und wieder war es Orest, der von den Furien Getriebene, durch Elektra Angestachelte, der...
