Personalien, Meldungen September/Oktober 2020

Opernwelt - Logo

JUBILARE

Wenige haben den Diskurs über Oper und Musiktheater heute stärker geprägt als er. Mit Adorno, Heidegger und Derrida im Hinterkopf, begriff Klaus Zehelein künstlerisches Handeln stets als reflektierte Auseinandersetzung mit der Gegenwart des Vergangenen und der Geschichtlichkeit des Gegenwärtigen. Angefangen hat er in den 1960er-Jahren als junger Dramaturg in Kiel. Der gemeinsam mit dem Dirigenten Michael Gielen von ihm geprägte Aufbruch der Oper Frankfurt in den späten 1970er- und 1980er-Jahren ist Legende.

An der Stuttgarter Staatsoper initiierte er u. a. Foren für Kinder und junge Komponisten. Sechsmal wurde das Haus während seiner Intendanz (1991–2006) in der Kritikerumfrage dieser Zeitschrift zum «Opernhaus des Jahres» gewählt. Acht Jahre leitete er die Theaterakademie in München, zwölf Jahre war er Präsident des Deutschen Bühnenvereins. «Mir gefiel es, mich fremd zu machen. Den Kanon infrage zu stellen», bekannte er 2015 im Gespräch mit «Opernwelt». Am 5. September wird Klaus Zehelein – seit dem Rückzug in den bewegten Ruhestand lebt er mit seiner Ehefrau in Berlin Friedrichshain – 80 Jahre alt. Wir gratulieren herzlich!     __ at

Raúl Giménez trat 1976 in die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt September/Oktober 2020
Rubrik: Service, Seite 60
von Andrea Kaiser

Weitere Beiträge
Impressum September/Oktober 2020

61. Jahrgang, Nr 9/10
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

ISSN     0030-3690
Best.-Nr.     752337

REDAKTION OPERNWELT
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55

Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de

REDAKTION
Jürgen Otten
Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)

REDAKTIONSBÜRO
Andrea Kaiser | re...

Wahnsinn mit Methode

Musikalischen Bildern der Verrücktheit und des Wahnsinns hat die französische Mezzosopranistin Stéphanie d’Oustrac ihr neues Album gewidmet. Das Außer-sich-Sein und die Liebe liegen in der Kunst wie im Leben nahe beieinander. In einer von La Fontaines Fabeln wird die personifizierte Tollheit, die ihrem Pendant, l’amour, im Streit das Augenlicht geraubt hat, von den...

Grauzone

Vor einem Jahr war es so weit: Im Osten Georgiens präsentierte sich ein neues Musikfestival, das Tsinandali Festival. Benannt ist es nach dem Schauplatz, einem historischen Anwesen, das im frühen 19. Jahrhundert dem georgischen Dichterfürsten (und General der russischen Armee) Alexander Tschawtschawadse als Wohnsitz diente und bis heute ein renommiertes Weingut...