Personalien, Meldungen Juli 2021
JUBILARE
Matthias Hölle absolvierte sein Gesangsstudium an der Stuttgarter Musikhochschule bei Georg Jelden, später bei Josef Metternich in Köln, wo er 1976 sein erstes Festengagement antrat und elf Jahre zum Ensemble gehörte. Wolfgang Gönnenwein holte ihn an die Ludwigsburger Schlossfestspiele, wo der Bass 1978 als Commendatore in Mozarts «Don Giovanni» Aufsehen erregte.
Drei Jahre später debütierte Hölle bei den Bayreuther Festspielen und wurde zuerst als Nachtwächter, später als Pogner in den «Meistersingern von Nürnberg», Gralsritter, Titurel und Gurnemanz in «Parsifal», Hunding in der «Walküre», Fasolt in «Rheingold», König Marke in «Tristan und Isolde» und schließlich 1999 als Daland in «Der fliegende Holländer» gefeiert. Sein Interesse galt ebenso der zeitgenössischen Musik. Er arbeitete intensiv etwa mit Karlheinz Stockhausen zusammen und wirkte in den Uraufführungen von dessen «Licht»-Zyklus mit («Donnerstag aus Licht», «Samstag aus Licht», Palazzo dello Sport, Mailand 1981 und 1984). An der Scala war er 1985 als Judas in einer szenischen Aufführung von Bachs «Matthäus-Passion», 1994 als Hunding in der «Walküre» und 1995 als Sarastro in der «Zauberflöte» zu erleben. Mitte ...
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Opernwelt Juli 2021
Rubrik: Service, Seite 48
von Andrea Kaiser
Herr Nitsch, es sind immer wieder Parallelen gezogen worden zwischen dem Werk Richard Wagners und Ihrer eigenen Aktionskunst: beispielsweise die Verschmelzung mehrere Kunstformen, die Mehrtägigkeit der Aufführungen wie beim «Ring», die Faszination für die griechische Tragödie, für Ritual und Mythos. Wie würden Sie selbst Ihr Verhältnis zu Wagner beschreiben?
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Selbstständig ist der verlorene Sohn geworden, und ganz anders. Was Wunder: mit 43 Jahren und nach einer Tour d’Opéra über fast 30 Bühnen der Welt. Vor allem aber hat sich dieser «Lear» emanzipiert von jener Ästhetik, ob visuell oder vokal, mit der er 1978 bei den Münchner Festspielen das Licht einer damals teils buhenden, später nur noch entzückten, gebannten,...
Frau Hesse von den Steinen, wenn wir Friedrich Nietzsche Glauben schenken wollen, ist der Einsamste der Stärkste. Die von Ihnen mitbegründete Initiative «krea(K)tiv» scheint aber für das genaue Gegenteil zu stehen ...
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