Personalien, Meldungen Januar 2021
JUBILARE
Rockwell Blake debütierte 1976 am Kennedy Center in Washington als Lindoro in Rossinis «L’italiana in Algeri». 1981 wurde er in derselben Rolle an der Seite von Marilyn Horne als Isabella an der New Yorker Metropolitan Opera gefeiert. Blake zählte zu den führenden Rossini-Sängern seiner Generation. Die bedeutendsten Erfolge errang er in Europa, vor allem beim Rossini Opera Festival in Pesaro, wo er seit 1983 regelmäßig zu erleben war.
Seinen einzigen Auftritt an der Mailänder Scala hatte er 1992 als Giacomo in «La donna del lago» – es war die erste Inszenierung der Oper an der Scala seit 150 Jahren und kam anlässlich Rossinis 200. Geburtstags auf den Spielplan. Zweieinhalb Oktaven Stimmumfang und eine exzellente Technik machten Blake zu einem umjubelten Interpreten nicht nur von Rossinis Tenore-Contraltino-Partien, sie prädestinierten ihn auch für die Werke Mozarts, Donizettis, Bellinis und Händels. Sein Repertoire umfasste über 40 Opern. Doch vielen bleibt er, wie bei einem seiner letzten Auftritte (Libenskof in «Il viaggio a Reims», Monte-Carlo 2005) als Rossini-Held in Erinnerung. Seit 2001 widmet er sich verstärkt der Lehrtätigkeit und gibt Meisterkurse auf der ganzen ...
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Opernwelt Januar 2021
Rubrik: Service, Seite 42
von Andrea Kaiser
Das Bonmot findet sich in einer der pointiertesten Schriften aus der Feder von Karl Marx: «Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte», erschienen 1852. «Hegel», heißt es da nicht ohne Süffisanz, «bemerkte irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie,...
Bearbeitung heißt das Gebot der Stunde. Aber auf 90 Minuten gekürzte und orchestral drastisch reduzierte Mozart- oder Verdi-Opern sind nicht jedermanns Sache. Was im Moment die nackte Not diktiert, war freilich seit jeher Bestandteil der Aufführungspraxis. Die Notenbibliothek quillt über von Bearbeitungen, Arrangements, Paraphrasen, Reduktionen, Transkriptionen...
Eigentlich müssten sie milde lächeln über den deutschen Schmalspur-Lockdown, die Nachbarn westlich des Rheins. Denn schon seit geraumer Zeit gehen nicht wenige französische Opernhäuser gleichermaßen flexibel wie versiert mit den strengen Covid-19-Restriktionen um. Zumal sich auch in Mariannes Land die Situation der Bühnen nicht substanziell verändert hat. Zwar...
