Personalien, Meldungen August 2020
JUBILARE
Jo Ann Pickens absolvierte ihre Gesangsausbildung an der North Texas State University und feierte erste Erfolge an der Lyric Opera of Chicago. Anlässlich eines Gastspiels bei den Salzburger Festspielen lernte sie Europa kennen und ließ sich kurze Zeit danach in Paris nieder, wo sie später auch an der Cité Internationale des Arts Gesang unterrichtete. Die Sopranistin war u. a.
als Kassandra in Berlioz’ «Les Troyens» (Lyon), Abigail in Verdis «Nabucco» sowie in den Titelpartien von Purcells «Dido and Aeneas» (Nancy) und Haydns «Armida» (Buxton Festival) zu erleben und sang unter Dirigenten wie Georg Solti, Simon Rattle und Michel Plasson. Im Rahmen der Tournee «Klassik meets Gospel» mit Anna-Maria Kaufmann interpretierte sie 1998 erstmals wieder die Musik ihrer Kindheit. Mit Erfolg: Seither zählt sie zu den gefragtesten Gästen auf den großen europäischen Gospel-Festivals. Das Solo-Album «My Heritage» widmete sie traditionellen Spirituals, zahlreiche TV-Shows, bei denen die vielseitige Sängerin u. a. mit den Wiener Sängerknaben auftrat, machten sie auch einem breiteren Publikum bekannt. Im Pariser Cirque d’hiver spielte Pickens 2003 die Hauptrolle in der Gospel-Oper ...
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Opernwelt August 2020
Rubrik: Service, Seite 48
von Andrea Kaiser
Sehr knapp war das. Während sämtliche Juni- und August-Konzerte der Schubertiade dasselbe Schicksal ereilte wie gefühlt 99 Prozent aller Konzerte, sollte an drei Juli-Tagen im Markus-Sittikus-Saal zu Hohenems wenigstens der Nachwuchs zum Zuge kommen. «Neue Stimmen», das mag ein Nebenprogramm vor weniger Zuhörern sein, aber immerhin: Schauplatz ist das Lied-Mekka...
Am 1. März, bei der «Winterreise»-Premiere im Stuttgarter Opernhaus, winkte Helmut Nanz fröhlich über die Parkettreihen hinweg Freunden und Bekannten zu. Am Vormittag des 11. März verkündeten die Staatstheater Stuttgart die vorübergehende Einstellung des Spielbetriebs. Am 15. April erlag Nanz im Alter von 76 Jahren der Covid-19-Krankheit. In der Stuttgarter...
Das verlorene Paradies – die biblische Metapher steht für den Haltverlust des modernen Menschen. Für eine Moderne, die künstlerisch im 19. Jahrhundert wurzelt und deren Protagonisten – Komponisten wie Lyriker – die Erfahrung einer im Untergang begriffenen Welt machen mussten und – im besseren Fall – eine Ahnung von neuen Zeitaltern mitbekamen. «Paradise Lost» heißt...
