Personalien, Meldungen 7/26

Opernwelt - Logo

JUBILARE

Am 30. Juli wird der Dirigent Moshe Atzmon 95 Jahre alt. Atzmon, ursprünglich Móse Grószberger, begann seine musikalische Ausbildung in seiner Geburtsstadt Budapest. 1944 verließ er mit seiner Familie Ungarn und wanderte nach Israel aus. In Tel Aviv und Jerusalem studierte Atzmon Cello und Horn. Zusätzlich absolvierte er eine Dirigentenausbildung. Weitere Studien führten ihn an die Guildhall School of Music in London. 1963 erhielt er den 2.

Preis beim Dimitri Mitropoulos-Wettbewerb in New York; im selben Jahr wurde er mit dem Leonard-Bernstein-Preis beim Orchesterfestival im amerikanischen Tangle -wood ausgezeichnet. 1964 gewann er den Internationalen Dirigierwettbewerb in Liverpool. Fort -an war Atzmon als Gastdirigent international gefragt, stand am Pult der großen Orchester in Berlin, München, Wien und London. Von 1967 bis 1971 war er Chefdirigent des Sydney Symphony Orchestra, anschließend leitete er in der Nachfolge von Hans Schmidt-Isserstedt bis 1976 das NDR Sinfonieorchester. Nach Positionen als Musikalischer Direktor beim Sinfonieorchester Basel (1972–1986) und Chef des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra (1978–1983) sowie des Nagoya Philharmonic Orchestra ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Service, Seite 72
von Clemens Haustein und Irene Naujoks

Weitere Beiträge
Real surreal

Ein Fall für die Theaterwissenschaft: die Rückkehr des Pasticcios auf die Opernbühnen unserer Tage. Musiktheater nicht als musikalisch kohärentes Ereignis, sondern eben, wie der Name schon sagt, als Stückwerk, als Arrangement von Arien, Ensembleszenen, Instrumentalstücken.

In Thom Luz’ neuem Opern-Pasticcio ist es der Mythos, dem sich alles unterzuordnen hat:...

Gott, wo bist du?

Nein, dieses klingende «Bildnis» ist überhaupt nicht bezaubernd schön, es ist erschreckend finster, nahezu apokalyptisch. Und war an der Staatsoper Prag noch nie zu bestaunen – Poulencs «Dialogues des Carmé-lites» erleben an diesem Maiabend ihre szenische Erstaufführung. Während das vollbesetzte, von Hermann Bäumer angeführte Orchester des Hauses im Pulk durch den...

Durch die Pforten des Schmerzes

Wie alle barocken Seria-Opern ist auch Händels «Sosarme» ein Sängerfest, in dem sich die Da-Capo-Arien der Solisten wie Perlen auf einer Schnur aneinanderreihen. Dennoch macht der selten aufgeführte, auch auf Tonträgern vernachlässigte «Sosarme» eine Ausnahme, weil es keine der 21 Solonummern ist, die sich besonders einprägt, sondern das Duett «Per le porte del...