Personalien, Meldungen 6/25
JUBILARE
Ihren 80. Geburtstag feiert am 9. Juni Nike Wagner. Von 2004 bis 2013 leitete die Tochter Wieland Wagners das Kunstfest Weimar, dem sie den Namen «Pélerinages» gab. Von 2014 bis 2021 war die Urenkelin von Franz Liszt Intendantin des Beethovenfests Bonn. Zweimal bewarb sich die anerkannte Publizistin und Dramaturgin für die Leitung der Bayreuther Festspiele, zunächst gemeinsam mit Peter Ruzicka, dann mit Gerard Mortier; sie wurde vom Stiftungsrat der Festspiele aber jeweils abgelehnt.
Zwischen 1985 und 1987 war Nike Wagner Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, 1999 wurde sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Ab 2003 gehörte Wagner zu den Sachverständigen der Enquête-Kommission «Kultur in Deutschland» des Deutschen Bundestages, 2012 wurde sie mit der Honorarprofessur der Pädagogischen Hochschule Heidelberg geehrt. Zum Geburtstag wünschen wir alles Gute.
Bevor Pier Luigi Pizzi als Regisseur und Bühnen- und Kostümbildner arbeitete, studierte er zu Beginn der 1950er-Jahre Architektur in Mailand und Genua. Eine dauerhafte Zusammenarbeit als Ausstatter in Schauspiel und Oper verband ihn mit Luca Ronconi. Als Regisseur debütierte Pizzi 1977 in Turin ...
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Opernwelt Juni 2025
Rubrik: Service, Seite 70
von
Frau Akhmetshina, in drei Stunden singen Sie die Adalgisa. Trotzdem haben Sie sich bereit erklärt, dieses Gespräch zu führen. Sind Sie besonders cool?
Nein, nur ziemlich müde. Ich habe vergangene Nacht zwei Stunden geschlafen und bin gerade erst von Brüssel nach Wien geflogen. Da ich aber ohnehin für den Abend wach werden muss, kommt mir das hier gerade recht. Und...
Es waren einmal zwei Königskinder, die konnten vielleicht doch zueinanderkommen. Noch während sich die Musik in schmerzvoll-chromatischen Dissonanzen ergeht, die aber sämtlich doch eher sublim-geschliffen als rustikal-rau klingen, zeigt ein Video Tantris (Künstlername Tristan) und Isolde, beide rotschopfig, inmitten der unberührten Natur, er am Ufer eines Gestades,...
Die Komponistin», so Virginia Woolf 1929 in ihrem Essay «Ein Zimmer für sich allein», «steht heute noch da, wo zu Shakespeares Zeiten die Schauspielerin stand» – im Abseits. Und sie zitiert das Verdikt eines Kritikers: «Das Komponieren einer Frau ist wie das Laufen eines Hundes auf den Hinterbeinen. Es geht nicht besonders, doch man ist überrascht, dass es...
