Personalien, Meldungen 3/25
JUBILARE
Am 18. März feiert der Dirigent James Conlon seinen 75. Geburtstag. Von 1989 bis 2002 war er Kölner Generalmusikdirektor, seit einigen Jahren liegt das Zentrum seiner Tätigkeit in seiner amerikanischen Heimat: Seit 2006 ist er Musikdirektor der Oper von Los Angeles. Sein Vertrag dort läuft bis 2026. Am 18. März 1950 in New York zur Welt gekommen, absolvierte Conlon seine Ausbildung an der dortigen Juilliard School.
Seit seinem Debüt 1974 bei den New Yorker Philharmonikern arbeitete Conlon mit allen großen Orchestern Europas und Amerikas zusammen. 1976 debütierte er an der Metropolitan Opera und leitete dort seither rund 300 Vorstellungen. Von 1983 bis 1991 war Conlon Musikdirektor der Philharmoniker in Rotterdam, 1995 bis 2004 Chefdirigent der Opéra national de Paris. Ein Fokus seines Repertoires liegt auf Werken verfemter Komponisten, die durch das Nazi-Regime zum Schweigen gebracht wurden. Für sein Engagement gegen Rassismus und religi -öse Vorurteile wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zu den Höhepunkten seiner Tätigkeit an der Oper in Los Angeles zählen der erste in der kalifornischen Metropole realisierte «Ring»-Zyklus. Die Inszenierung übernahm Achim Freyer. ...
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Opernwelt März 2025
Rubrik: Service, Seite 56
von Clemens Haustein und Irene Naujoks
Die Tragédie en musique «Castor et Pollux» von Jean-Philippe Rameau gehört zu den populärsten Werken des großen Franzosen. Teodor Currentzis und Peter Sellars wählten für ihre Neuproduktion im Palais Garnier die erste, umfangreichere Fassung von 1737. Die fast Wagner’sche Länge dieser Version erlaubte es den Interpreten, sämtliche Facetten von Rameaus zwischen...
Man staunt nicht schlecht angesichts der jüngeren Vorfälle an der Berliner Alice Salomon Hochschule (ASH), wo sogenannte «linke» propalästinensische Aktivisten ungestört zur Intifada aufriefen und Zionisten zu unerwünschten Personen erklärten, ohne dass die Hochschulleitung mäßigend eingegriffen hätte. Man staunt über die Chuzpe derer, die den täglich zunehmenden...
Die Feststellung, dass Spiritualität vereint, Religion hingegen trennt, gilt nicht erst seit den verheerenden Attentaten religiöser Fanatiker in unserer Zeit. Schon immer fanden sich Konfessionen politisch missbraucht, wurden sie im Sinne von Machtgewinn und -erhaltung bewirtschaftet. Ob freilich Oliver Cromwell (1599–1658) ein Machtpolitiker war, der Gott zu...
