Personalien, Meldungen 2/23
JUBILARE
Stuart Burrows kam am 7. Februar 1933 im walisischen Cilfynydd zur Welt. 1963 gab er sein Operndebüt als Ismail in Verdis «Nabucco» in Cardiff. Dort kamen die Rollen von Rodolfo («La bohème»), Macduff(«Macbeth»), Herzog («Rigoletto») und Ernesto («Don Pasquale») hinzu. Bald wechselte er ans Royal Opera House in London, wo er weitere große lyrische Partien übernahm. 1967 sang er den Tamino («Die Zauberflöte») in San Francisco und feierte in der gleichen Rolle 1970 an der Wiener Staatsoper sein Debüt.
Die Rolle des Don Ottavio (in «Don Giovanni») verkörperte Stuart Burrows unter der Leitung von Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen. Einer der bedeutenden lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts wird am 7. Februar 2023 stolze 90 Jahre alt. Wir gratulieren auf Walisisch: Llongyfarchiadau!
Elly Ameling wurde am 8. Februar 1933 in Rotterdam geboren. Ihr sängerisches Talent wurde früh erkannt und entsprechend gefördert. Nach Preisen bei wichtigen Gesangswettbewerben – beispielsweise in Genf 1958 – war der Weg für eine eindrückliche Sängerinnenkarriere geebnet. Diese dauerte von 1953 bis zu ihrem Abschiedskonzert im Januar 1996 im Concertgebouw Amsterdam. Mit dem ...
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Opernwelt Februar 2023
Rubrik: Service, Seite 50
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Für Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss war es ein Terror der Seele, der die traumatisierte, um ihren ermordeten Vater Agamemnon trauernde Elektra zur unversöhnlichen Rache antreibt. Für den Regisseur Paul-Georg Dittrich ist es ein blutiger Terror, der aus dem noch immer faschistoid kontaminierten Deutschland kommt. Dittrich weitet den von Hofmannsthal und...
Fangen wir diesmal mit dem Ende an. Puccinis letzte Oper bietet drei finale Lösungen. Die erste ist in der Aufführungsgeschichte des Werkes die meistgewählte, aber beileibe nicht die beste: Franco Alfanos apotheotische, affirmativ-apodiktische Ergänzung suggeriert einen Triumph der Liebe, den der Stoff beim besten Willen nicht hergibt; gleichsam ein lieto fine, das...
Giacomo Meyerbeer wäre eigentlich der erste gewesen. Doch es kam anders. «Gewisse Extravaganzen», wie es sein Bruder ausdrückte, riefen die Zensur auf den Plan. Librettist Felice Romani musste «Francesca da Rimini» allerdings deswegen nicht der Schublade überantworten. Ein Dutzend Mal fand seine Version einer Begebenheit aus Dantes «Divina Commedia» den Weg auf die...
