Personalien, Meldungen 12/25
JUBILARE
Schon im Alter von vier Jahren sang Jeanne Piland, die am 3. Dezember 80 Jahre alt wird, im Kinderchor ihrer Heimatstadt Raleigh, North Carolina. Ersten Gesangsunterricht erhielt sie als 14-Jährige, ihr Studium absolvierte sie an der University of North Carolina und an der East Carolina University. Ihre professionelle Opernlaufbahn begann die Mezzosopranistin an der New York City Opera, wo sie bei Plácido Domingos Dirigenten-Debüt die Partie der Annina in «La traviata» übernahm.
1976 wurde Piland an die Deutsche Oper am Rhein engagiert, die ihr Stammhaus werden sollte. Es folgten Engagements in Hamburg, München, Berlin, Wien, Zürich, Amsterdam und London – vornehmlich in Werken von Strauss. Ihre wachsende Bekanntheit in Europa – mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen und beim Festival d’Aix-en-Provence – ebnete Piland den Weg für eine Karriere auch auf den Bühnen ihrer US-amerikanischen Heimat. Unter anderem trat sie in Houston, Los Angeles und Washington D. C. auf. Weitere Schwerpunkte in ihrem Schaffen waren Mozart-Rollen wie Dorabella, Sesto und Idamante sowie das französische Repertoire mit Partien wie Marguerite, Charlotte, Mélisande oder Carmen. Auch als ...
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Opernwelt Dezember 2025
Rubrik: Service, Seite 62
von Clemens Haustein und Irene Naujoks
Gott, welch Dunkel hier! Als wären wir zu Gast im Schattenreich der Nyx, wo totale Finsternis herrscht, Licht nur in seiner trübseligsten Form Zugang zu finden vermag (und singende Kinder gar keinen Zutritt haben) und wo nun auch die Untoten das Sagen haben. Schon vor dem ersten Ton sieht man sie hin und her schleichen um die «Kirche des Gewesenen» – entleerte...
Sandrine Piau ist selbst im Herbstglanz ihrer Stimme noch immer für ein Abenteuer gut – einen «Schritt zur Seite», wie sie im Booklet ihres neuen Albums schreibt, auf dem sie in Begleitung des Quatuor Psophos «die Osmose zwischen den Haaren der Bögen und der Körnung meiner Stimme» erforscht. Der Geiger, Komponist und Dirigent Jacques Gandard hat zehn...
Remembrance» hat Marcel Brunner sein Debütalbum genannt, das mit Blick auf die gegenwärtige Weltlage Lieder präsentiert, in denen die Schrecken der beiden Weltkriege reflektiert werden. Er erinnert dabei auch an den hochbegabten Rudi Stephan, der 27-jährig bereits im ersten Kriegswinter 1915 an der Front starb. Es sind «ernste Gesänge» in Anlehnung an Brahms’...
