Personalien, Meldungen 12/23
JUBILARE
Christopher Robson, 1953 im schottischen Städtchen Falkirk geboren, gilt als einer der Pioniere und bedeutenden Vertreter des Countertenor-Gesangs.
Seit seinem Debüt an der English National Opera (ENO) in Monteverdis «L’Orfeo» interpretierte er dort in 17 Jahren zahlreiche Rollen vom Barock bis zur Moderne, unter anderem Arsamene in Händels «Ser -se», Polinesso in dessen «Ariodante» und die Titelrolle in seinem «Giulio Cesare», ferner Oberon in Benjamin Brittens «Midsummer Nights Dream», Edgar und Mad Tom in Reimanns «Lear» sowie die Titelrolle in Philip Glass’ Musiktheater «Akhnaten». Robson arbeitete mehrfach mit großen Dirigenten und Regisseuren zusammen, zu ihnen zählen Claudio Abbado, Sir Charles Mackerras, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Willy Decker, Robert Carsen und Peter Sellars. Nach einer zehnjährigen freischaffenden Tätigkeit, die ihn unter anderem an die Royal Opera an Covent Garden, zum Glyndebourne Festival und an die Chicago Lyric Opera führte, kehrte der Counter 2008 an die ENO zurück und sang dort den Mystery Man in der englischen Erstaufführung von Olga Neuwirths «Lost Highway». Robson wirkte an mehreren Uraufführungen mit, so etwa als Angel in John Taveners «Apocalypse», als St. Paul in Taveners «Total Eclipse» und als Claire in John Lunns Genet-Vertonung «The Maids». 2003 wurde der Brite zum Bayerischen Kammersänger ernannt. Am 9. Dezember feiert Christopher Robson seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich! ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2023
Rubrik: Service, Seite 56
von
Glucks letzte für Paris geschriebene Oper «Écho et Narcisse» war nach fünf vorausgegangenen Triumphen ein schneidender Misserfolg. Das am 24. September 1779 an der Académie Royale de Musique uraufgeführte Drame lyrique entsprach so gar nicht den Erwartungen, mit denen man vier Monate nach der triumphalen Premiere von «Iphigénie en Tauride» einem neuen Werk des...
Mit diesem Album schließt Reinoud Van Mechelen seinen faszinierenden Überblick über die Entwicklung der haute-contre-Stimme in der französischen Barockoper ab. Die erste Folge galt 2018 Louis Gaulard Dumesny, dem vom Koch zum Star der Pariser Opéra aufgestiegenen Protagonisten Lullys am Ende des 17. Jahrhunderts. Die zweite Folge war 2020 Pierre de Jéliote...
Blumen-Duett» und «Glöckchen-Arie»: Zwei populäre Nummern aus Léo Delibes’ «Lakmé» behaupten sich auch in den einschlägigen Internet-Musikkanälen. Im Gegensatz zur Oper, die zumal im deutschsprachigen Theater ein Schattendasein fristet. Schwülstige «exotische Idylle» à la française? Jetzt könnte die Zeit reif sein für einen neuen Blick auf «Lakmé». Thematisiert die...
